Ein besonderes Cafe und eine besondere Quelle

  11.09.2003 | 14:04 Uhr

In Eiweiler gibt es so manches Berichtenswerte. Das hat SR3-Reporterin Dorothee Scharner beim Treffpunkt Ü-Wagen in dem kleinen Ort bei Heusweiler erfahren. Die Sage um eine kleine Quelle ist erst der Anfang der Besonderheiten.


Die Vogelsbornkapelle
in Eiweiler

Ein besonderes Caf� und ein besonderes Wasser

Einen ganzen Tag haben wir �ber Eiweiler bei Heusweiler berichtet. Und SR3-Reporterin Dorothee Scharner hat fest gestellt, dass es eine ganze Menge Besonderheiten in dem kleinen Ort gibt. Die Vogelsbornkapelle zum Beispiel: nicht nur, dass sie an einem sch�nen, ruhigen Flekchen steht - dort entspringt auch eine Quelle, um die sich Legenden ranken. Ein Sch�fer soll dort vor ewigen Zeiten mit seiner Herde dem Verdursten nahe gewesen sein. Da kam eine Taube, pickte an einer Stelle un dort entsprang Wasser, das bis heute munter pl�tschert.

Kein zweites Marpingen

Aus der ganzen Umgebung kommen die Menschen, um dieses Wasser zu holen. Manche nehmen es zum Kochen, andere sagen ihm heilende Wirkung nach: es soll gut f�r die Augen sein, wenn man sie damit sp�lt. So richtig zugeben wollte niemand bei der Sprechstunde am Treffpunkt �-Wagen, dass er an die heilende Wirkung glaubt - schlie�lich hat das Wasser offiziell keine Trinkqualit�t. "Au�erdem wollen wir hier kein zweites Marpingen", meinen die Eiweiler.


Kaffee trinken f�r den
guten Zweck

Stimmung im Caf� Cattolica

Richtig was los war am Mittwoch Morgen an der Kirche, was - zugegeben - nicht nur an SR3 gelegen hat. Jeden Mittwoch wenn Markt ist, verwandelt die Katholische Frauengemeinschaft die Garage des Pfarrheims in das Caf� Cattolica. Es gibt Kaffee, Saft, Sekt und Bier aber vor allem: jede Menge Schw�tzchen. Das Caf� Cattolica hat sich zum beliebten Treffpunkt in Eiweiler entwickelt. Hier erf�hrt man Klatsch und Tratsch, trifft Leute, diskutiert �ber Politik. Udn das Sch�nste: alles dient einem guten Zweck! Die Einnahmen spenden die Frauen - f�r die Renovierung des Pfarrheims oder zum Beispiel an die Flutopfer.


Alte Kupferkessel
mit moderner Technik

Die Brauerei im Gr�nen

Ein Besuch bei der Gro�waldbrauerei darf nat�rlich nicht fehlen, wenn man in Eiweiler ist. Sie ist neben Bruch in Saarbr�cken die letzte kleine Privatbrauerei im Saarland. SR3-Reporterin Dorothee Scharner hatte das Vergn�gen eine kleine Privat-F�hrung zu den alten Kupferkesseln zu bekommen und ein oder zwei der acht Biersorten der Gro�waldbrauerei zu probieren. "Wir k�nnen dieses Jahr nicht jammern", sagt der Inhaber Alexander Kleber. "Die Saison war gut und das Dosenpfand hilft den mittelst�ndischen Brauereien. Die Verbraucher greifen wieder zur Flasche statt zur Dose."



H�hner und Schafe auf dem Schulhof

Ein Schwerpunkt des Treffpunkts �-Wagen bildete die Grundschule in Eiweiler. Sie hat so viele Besonderheiten, dass man fast den ganzen Tag dar�ber berichten k�nnte: zum Beispiel den Schulhof. Da laufen H�hner herum, Schafe sollen bald angeschafft werden und Bienen gibt es auch. Au�erdem kann an der Schule ein Freiwilliges �kologisches Jahr absolviert werden - das ist einmalig im Saarland. Und gleich noch etwas ist einmalig: es gibt ein Projekt mit der Justizvollzugsanstalt Saarlouis: Wenn jemand eine Geldstrafe nicht zahlen kann, muss er eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe absitzen, bis die Schuld beglichen ist. Diese Inhaftierten k�nnen durch gemeinn�tzige Arbeit ihre Strafe verringern. Schwitzen statt Sitzen nennt sich das. Durch das handwerkliche Geschick manches Inhaftierten wurde der Bastelraum in der Grundschule erst m�glich.

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