Zu Gast in Manderen

  07.07.2011 | 09:15 Uhr

Am 14. Juli war Treffpunkt Ü-Wagen-Tag. SR 3 war zu Gast beim französischen Nachbarn in Manderen. Die kleine Gemeinde liegt im Département Moselle und liegt zu Füßen von Schloss Malbrouck. Fotos und die Beiträge zum Nachhören gibt es hier.

Treffpunkt Ü-Wagen

Zu Gast in Manderen

Am 14. Juli war Treffpunkt Ü-Wagen-Tag. SR 3 war zu Gast beim französischen Nachbarn in Manderen. Die kleine Gemeinde liegt im Département Moselle und liegt zu Füßen von Schloss Malbrouck. Fotos und die Beiträge zum Nachhören gibt es hier.

(14.07.2011) SR 3 Saarlandwelle geht einmal im Jahr mit seinem Treffpunkt Ü-Wagen über die Grenze. In diesem Jahr war SR 3-Reporterin Lisa Huth am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, in Manderen.

Fotogalerie

Fotogalerie Manderen (Fotos: Beate Heitz)  

 Fotogalerie Manderen
(Fotos: Beate Heitz)

Das Dörfchen liegt im Dreiländereck Luxemburg-Frankreich-Deutschland gleich hinter Apach in einer Talsenke. Bekannt ist Manderen durch eine der schönsten Burgen in Lothringen: Schloss Malbrouck. Von der Geschichte des Ortes selbst ist wenig bekannt, dafür ist im 400-Seelen-Dorf ganz schön viel los. Fünf Bauernhöfe hat Manderen noch, eine Autogarage, eine Dachdeckerfirma, ein ausgezeichnetes Restaurant. .

Drei Gemeinden im Umkreis schicken ihre ganz Kleinen in die „ Ecole Maternelle“, die Grundschule direkt neben der Kirche und „Die Senioren treffen sich hier regelmäßig zum Belote-Spielen.

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Die Beiträge aus und über Manderen

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Blick in die Zukunft

250.000 Euro hat der Bürgermeister von Manderen im Jahr zur Verfügung. Rund 62.000 Euro kommt aus den Taschen der Bürger, zum Beispiel durch die Grund- und Haussteuer. Gewerbesteuer gibt es keine. Wie viele Orte, würde auch Manderen gerne noch wachsen. Man hofft nun, dass die Vorgaben des Départements für die Ausweisung von neuen Wohngebieten gelockert werden, so dass mehr Leute nach Manderen ziehen und so mehr Geld in die Kasse kommt. Denn anders als viele Nachbargemeinden bekommt Manderen kein Geld für seine nahe Lage zum Kernkraftwerk Cattenom.

"Blick in die Zukunft" [Lisa Huth, Region am Nachmittag, 14.07.2011, Länge: 5:27 Min.]

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Gehobene Küche im 400-Seelen-Dorf

In Manderen gibt es, wie es sich für Frankreich gehört, natürlich auch ein Restaurant. Und zwar ein Restaurant mit gehobener Küche. Allerdings: Schwein steht hier nicht auf der Karte. Dafür aber Spezialitäten aus der Region.

"Gehobene Küche im 400-Seelen-Dorf" [Lisa Huth, Region am Nachmittag, 14.07.2011, Länge: 4:12 Min.]

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Das Schloss Malbrouck

Schloss Malbrouck ist nicht nur ein Kulturdenkmal, sondern auch bekannt für seine Ausstellungen. Und nicht nur das. Auch zahlreiche Veranstaltungen finden hier statt. Und natürlich ist auch das Schloss selbst, das vor rund 20 Jahren fast noch eine Ruine war, einen Ausflug wert.

"Das Schloss Malbrouck" [Lisa Huth, Kiosk, 14.07.2011, Länge: 4:25 Min.]

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Schlossprobleme

Während viele fast neidvoll auf den Ort schauen, schließlich ist Mandern durch das Schloss Malbrouck weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt, ist man im Dorf selbst gar nicht so glücklich über die Touristenattraktion. Denn außer den zig tausend Autos, die durch das Dorf zum Schloss hochfahren, haben die Manderer nichts von dem glamourösen Nachbarn. Weder Steuern, noch Touristen. Dem Dorf bleiben nur jede Menge Abgase und Straßenschäden.

"Schlossprobleme" [Lisa Huth, Bunte Funkminuten, 14.07.2011, Länge: 3:58 Min.]

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Das Vorschulkonzept

In Frankreich gibt es schon seit langem die Ganztagsschule. Die Kleinen besuchen die "École maternelle", also die Vorschule. Aber anders als in Deutschland ist dies wirklich eine Art Schule und weniger ein Kindergarten wie bei uns. Und das Dorf setzt auf die Kleinen, denn die kommen auch aus den umliegenden Orten nach Manderen. Und das hat einen guten Grund, denn in der "École maternelle" werden die Kinder auch über die Mittagszeit und nach dem Unterricht am Nachmittag betreut - inklusive Mittagessen.

"Das Vorschulkonzept" [Lisa Huth, Bunte Funkminuten, 14.07.2011, Länge: 3:23 Min.]

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Die Feuerwehr und der Nationalfeiertag

Der 14. Juli ist der Nationalfeiertag der Franzosen - aber diesmal nicht in Manderen. Dort hat man den Feiertag quasi verlegt - und zwar auf den 15. Juli. Denn die Feuerwehr, die nicht nur für das Feuerwerk zum Fest zuständige ist, sondern auch den traditionellen "Bal de Pompiers" ausrichtet, also den Feuerwehrball, kann an diesem 14. Juli nicht. Aber wieso gibt es am Nationalfeiertag eigentlich einen Feuerwehrball...?

"Die Feuerwehr und der Nationalfeiertag" [Lisa Huth, Bunte Funkminuten, 14.07.2011, Länge: 3:58 Min.]

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Manderen - ein Porträt

Zu Füßen von Schloss Malbrouck liegt Manderen. Ein typisches kleines lothringisches Dorf. 400 Menschen leben hier, es gibt fünf Bauernhöfe, eine Autogarage, einen Gipser, ein Dachdeckerunternehmen und - wir sind schließlich in Frankreich - ein Restaurant. Die Geschichte des Ortes ist wohl eng mit dem des Schlosses verknüpft, doch es gibt kaum Aufzeichnungen, denn die Unterlagen sind seit langem verschwunden. Dafür gibt es aber um so mehr mündlich überlieferte Geschichten... 

"Manderen - ein Ortsporträt" [Lisa Huth, Guten Morgen, 14.07.2011, Länge: 3:07 Min.]

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Vorschau

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Der nächste Treffpunkt Ü-Wagen ist am 18. August 2011 - und zwar in Wustweiler im Kreis Neunkirchen.

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