Ein Mann sitzt auf einem Sessel und unterhält sich mit seiner Psychtherapeutin. (Foto: picture alliance/dpa Themendienst/Christin Klose)

"PIKKO" - ein neues Hilfsangebot für Krebspatienten

Steffani Balle   29.10.2018 | 11:45 Uhr

Auch wenn sich die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich verbessert hat: Die Diagnose Krebs ist für Betroffene in der Regel ein Schock. In einer solchen Ausnahmesituation ist jede Hilfestellung willkommen. Ab dem 1. November gibt es ein spezielles Beratungs- und Betreuungsangebot für Betroffene. Der Name: PIKKO. Es gilt aber erstmal nur für Versicherten der IKK Südwest, der Knappschaft und der TK im Saarland.

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Das Projekt "PIKKO" - ein Hilfsangebot für Krebspatienten
Audio [SR 3, Steffani Balle, 29.10.2018, Länge: 01:58 Min.]
Das Projekt "PIKKO" - ein Hilfsangebot für Krebspatienten

PIKKO ist die Abkürzung für "Patienteninformation, - Kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie". Acht Onkolotsen beraten und betreuen Krebspatienten während ihrer Erkrankung. Sie geben Hilfe bei psychosozialen Fragen, Beraten die Patienten, wo sie welche Unterstützung bekommen können. "Die Onkolotsen nehmen die Patienten quasi bei der Hand", sagt Lutz Hager von der IKK Südwest. Direkt ab der Diagnose, also diesem ersten schweren Moment, werde der Kontakt zum Okologen hergestellt.

Als Ergänzung gibt es außerdem noch ein spezielles Internetangebot: www.pikko.de. Damit wolle man auch den unzähligen falschen Informationen über Krebserkrankungen entgegenwirken, die man bei "Dr. Google" findet.

Kein flächendeckendes Angebot

Das Projekt PIKKO läuft bis Ende 2020 und wird aus dem Innovationsfonds der Bundesregierung bezahlt. Das heißt in der Praxis, dass es noch kein Flächen deckendes Angebot ist, sondern nur von Versicherten der IKK Südwest, der Knappschaft und der TK im Saarland genutzt werden kann. Das sind die Krankenkassen, die sich an PIKKO beteiligen.

Das Ziel: Ein Modell für die ganze Republik

Dass die Betreuung durch Onkolotsen eine Lücke in der Versorgung von Krebspatienten schließt, darauf verweisen sowohl die teilnehmenden Kassen, Krankenhäuser und die Kassenärztliche Vereinigung, als auch die Krebsgesellschaft und die Saarländische Ministerin für Gesundheit. Deshalb wünschen sich alle Beteiligten: "Wir wollen das hier modellhaft machen für die gesamte Bundesrepublik".

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