Das Rathaus in Weiskirchen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Fünf Kandidaten für das Weiskircher Bürgermeisteramt

  16.05.2018 | 08:00 Uhr

In der Hochwaldhalle in Weiskirchen wurde lebhaft diskutiert. Bei der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten, moderiert von SR-Reporter Thomas Gerber und SZ-Redakteur Christian Beckinger, ging es um aktuelle Themen der Hochwaldgemeinde. Am 3. Juni wählen die Weiskircher einen Nachfolger von CDU-Bürgermeister Werner Hero.

Die kommunalen Finanzen, die Förderung des Tourismus, die Lösung von Verkehrsproblemen und der Ärztemangel auf dem Land waren die Prüfsteine für die insgesamt fünf Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Aber die Gemeinde ist hochverschuldet, der Spielraum ist klein. Da fiel es auch den Kandidaten schwer sich abzugrenzen.

CDU-Kandidat Wolfgang Hübschen, Einzelbewerber Stephan Barth, SPD-Bewerber Karsten Kiefer und Gunnar Schulz für die FWG wollen die Kreisumlage senken und sehen auch Land und Bund in der Pflicht, die Gemeinde zu unterstützen.

Hohe Pro-Kopf-Verschuldung

FDP-Kandidat Gerrit Oestrich will die Finanzprobleme radikal lösen und die Gemeinde Weiskirchen gleich ganz in die Stadt Wadern eingliedern. Das Rathaus könne man dann als Vereinshaus nutzen. Das sorgte am Ende doch für gespaltene Reaktionen bei den rund 450 Zuschauern.

Die Gemeinde Weiskirchen im Landkreis Merzig-Wadern besteht aus fünf Ortsteilen. Weiskirchen ist mit seinen rund 6500 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden im Saarland. Zugleich gehört sie bei der Pro-Kopf-Verschuldung landesweit zu den Spitzenreitern. Der Schuldenberg beläuft sich auf über 30 Millionen Euro. Bei der Podiumsdiskussion wird es angesichts dieser Zahlen auch um die Frage gehen, ob Weißkirchen als "eigenständige Kommune" auf Dauer überlebensfähig ist. Für den "heilklimatischen Luftkurort" ist natürlich der Tourismus von großer Bedeutung. Und wie in vielen anderen saarländischen Gemeinden ist auch in Weiskirchen die Infrastruktur in den Ortsteilen ein Thema.


Die Kandidaten


Karsten Kiefer (Foto: Foto: Anne Riplinger-Kiefer)
Karsten Kiefer

Karsten Kiefer (SPD)

Der 46-jährige Karsten Kiefer lebt mit seiner Familie im Weiskircher Ortsteil Rappweiler-Zwalbach. Er ist gelernter Einzelhandelskaufmann. Kiefer ist seit 1994 Mitglied in der SPD, Ortsratsmitglied und stellv. Ortsvorsteher von Rappweiler-Zwalbach. Kiefer ist zudem Gemeindeverbandsvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat in Weiskirchen.


Wolfgang Hübschen  (Foto: Foto: Katja Nimmesgern)
Wolfgang Hübschen

Wolfgang Hübschen (CDU)

Der 56-jährige Wolfgang Hübschen lebt mit seiner Familie in Weiskirchen. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet seit 2010 als Hauptamtsleiter der Gemeinde Weiskirchen. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied in der Jungen Union und seit 1992 ist er Mitglied in der CDU.


Stephan Barth (Foto: Foto: Kathi Maria Barth)
Stephan Barth

Stephan Barth (Einzelbewerber)

Der 54-jährige Stephan Barth stammt aus der Gemeinde Weiskirchen. Er ist gelernter Bauingenieur und arbeitet als Bauamtsleiter bei der Gemeinde Schmelz. Er bezeichnet sich selbst als "parteipolitisch unabhängig". In der Kommunalpolitik in Weiskirchen ist er ein unbeschriebenes Blatt.


Gunnar Schulz  (Foto: Gunnar Schulz)
Gunnar Schulz

Gunnar Schulz (FWG)

Der 48-jährige Finanzbeamte Gunnar Schulz lebt in Weiskirchen. Er ist Gründungsmitglied der Freien Wählergemeinschaft Weiskirchen und gehört sei der Gründung auch dem Vorstand an. 2009 zog er für die FWG in den Gemeinderat ein. Zwei Jahre später wurde er zum ersten Sprecher der Wählergemeinschaft und Fraktionsvorsitzender im Rat.


Gerrit Oestreich (Foto: Foto: Frauke Oestreich)
Gerrit Oestreich

Gerrit Oestreich (FDP)

Der 52-jährige Gerrit Oestreich ist Betriebswirt und Dipl. Geograph. Er lebt mit seiner Familie in Weiskirchen und arbeitet als Leiter der Touristinformation Ottweiler. Er ist seit fast zehn Jahren für die FDP im Gemeinderat Weiskirchen und zudem erster Vorsitzender der FDP Hochwald.

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