Ein Schild auf einer Baustelle. (Foto: IMAGO / Rolf Poss)

Ärger um Vollsperrung der L123 in Kirrberg

Peter Ring / Onlinefassung: Rebecca Wehrmann   05.08.2022 | 19:24 Uhr

Ab Montag wird die Verbindungsstraße zwischen Homburg und Kirrberg saniert. Für den ersten Bauabschnitt ist eine Vollsperrung geplant. Das sorgt für Ärger bei den Bürgern, da sie rund 20 Kilometer Umwege fahren müssen. Eine Ampellösung hält der Landesbetrieb für Straßenbau aber für rechtlich nicht möglich.

Viele Bürger im Homburger Ortsteil Kirrberg und auch Ortsvorsteher Manuel Diehl (CDU) sind sauer. Grund dafür sind eine Vollsperrung der Landesstraße 213 im Rahmen der Straßensanierung und damit verbundene 20 Kilometer lange Umleitungen. Diese hätten gravierende Auswirkungen auf Berufspendler, den ÖPNV und auch die Rettungsdienste.

Bürger für Ampellösung

Auf Bürgerseite macht man sich deshalb für die Einrichtung einer Ampel stark. „Hier ist eine breite Straße, plus ein breiter Radweg und es wäre durchaus möglich, in Einbahnrichtung mit einer Ampelregelung das Ganze zu steuern. Zumal hier ja schon Baustellen waren“, so der Kirrberger Dieter Ehrmanntraut. Erst vor kurzem sei die Einfahrt zur Pathologie neu gestaltet worden, bei der der Verkehr über eine Ampel um die Baustelle umgeleitet worden sei.

Dem hält der Landesbetrieb für Straßenbau das Straßenverkehrsrecht entgegen. Demnach müsste die Straße für eine Ampelregelung mindestens 8,50 Meter breit sein.

Video [aktueller bericht, 05.08.2022, Länge: 3:06 Min.]
Ärger um Straßensperrung in Kirrberg

Probleme für Rettungsdienst und Ärzte

Ortsvorsteher Manuel Diehl sieht durch die Vollsperrung noch weitere Probleme auf den Ort zukommen. Der Verkehr werde nicht nur für die Bürger umständlicher.

Außerdem gebe es auch Probleme bei der Notfallversorgung. Der Rettungsdienst brauche im Notfall von und zur nahen Homburger Uniklinik deutlich länger als die bisherigen fünf Minuten. Darüber hinaus gebe es in Kirrberg Ärzte, die zur Bereitschaft in die Klinik müssten.

40 Kilometer Umweg pro Tag

Um die Baustelle zu umfahren stehen zwei Alternativen zur Verfügung: Eine führt über Zweibrücken, die andere macht einen gleichgroßen Bogen. Das sei auch für die täglichen Berufspendler eine Zumutung, so Ehrmanntraut.

„Die müssen entweder den Weg über Zweibrücken nehmen, das sind über 20 Kilometer, oder den Weg über Mörsbach, Käshofen, das ist etwa die gleiche Entfernung. Rechnen wir das mal zwei, dann sind es 40 Kilometer. Und rechnen wir das mal zehn in einem Monat, dann kommt ein bisschen was zusammen.“

Stadt hat Bürger offenbar nicht informiert

Zudem habe die Stadt Homburg die Pläne gekannt und diese Informationen nicht weiter gegeben, fügt der Kirrberger Rudi Schwarz hinzu. „Die Stadtverwaltung hat versäumt, den Kirrberger Einwohnern mitzuteilen, dass die Straße am 8. August gesperrt ist. Das ist nicht besonders lustig.“

Die Sperrung wird voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien am 3. September bestehen. Bis spätestens dahin sollen die Arbeiten auf der L 213 zwischen Kirrberg und Homburg spätestens abgeschlossen sein.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" am 05.08.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja