Wie kommt man zur eigenen CD?

Eine eigene CD - das ist der Traum von vielen Hobbymusikern. Musikbühne-Saar hat ein Tipps und eine grobe Kostenübersicht beim Weg zum eigenen Silberling zusammen auf dem Weg zum eigenen Silberling zusammengestellt.

Der einfache Live-Mitschnitt

Die einfachste und günstigste Lösung ist der Live-Mitschnitt. Mittlerweile gibt es für kleines Geld digitale Aufnahmegeräte mit akzeptablen Mikrofonen, die MP3 oder wav-Format auf SD Karte aufnehmen. Für rund 100 Euro liefert z.B. das Zoom H1 recht gute Ergebnisse, die für eine Demoaufnahme, den Musikschnipsel auf der eigenen Homepage oder als Übungsband fürs Proben in der Regel ausreichend sind.

Der Gang ins Studio

Eine auf mehreren Spuren gemixte Aufnahme dauert länger, ist teurer, aber je nach Band- oder Chorkasse sollte auch mit kleinem Budget ein CD-Projekt zu realisieren sein.

In Zweibrücken hat Thomas Steuer ein kleines Studio. Im kleinen Kelleraum von TS-Musix ist für den kleinen Chor bzw. eine kleine Bandformation Platz. 300 bis 400 Euro nennt er als Minimum für eine akzeptable Demoproduktion von wenigen Titeln, für 50 bis 100 Euro mehr gibt es schon eine kleine Auflage gebrannter CDs. Vor Musikaufnahmen rät der Studiomann: Je besser die orbereitung, je schneller ist alles im Kasten. Trotzdem lassen sich kleinere Patzer natürlich korrigieren wie zum Beispiel das Nachkorrieren der Tonhöhe oder wenn ein Ton nicht lange genug gehalten wurde. Die Technik bietet hete sehr viele, augeklügelte Korrekturmöglichkeiten.

Vorher üben lohnt

Ein exaktes Takthalten zum Metronom ist natürlich hilfreich, denn wenn die Instrumente nacheinander eingespielt werden, bekommt der Musiker eine sogenannte Klickspur auf den Kopfhörer und erst hinterher wird das gesamte Ensemble zusammen gemischt.

Viele Musiker überschätzen sich jedoch, bevor sie zum ersten Mal im Studio waren und stellen dann vor Ort fest, dass sie doch nicht so genau auf ein Metronom spielen können.

Die Vor-Ort-Produktion

Wenn die Musiker nicht ins Studio kommen können, dann kann das Studio auch vor Ort aufbauen. Gunni Mahling hat sich mit seiner Produktionsfirma darauf spezialisiert. Das Studioteam bringt Mikrofone, Mixer und die Festplatte zum digitalen Aufnehmen.

Nicht jeder Ort ist ideal, aber viele sind machbar

Es gibt Proberäume, in denen man beispielsweise alle Viertelstunde die Kirchenglocke aus der Nachbarschaft hört. Mit dem recht sensiblen Material wird dort eine Aufnahme problematisch. Der Probenraum müsse, schon sehr ruhig liegen, sagt Mahling.

Und es kommt natürlich auch auf das Genre an. Eine Blaskapelle wird man eher weniger in einer Kirche aufnehmen, für ein Oratorium oder ein großes Streichensemble sind Kirchen mit einem drei bis fünf Sekunden langen Hall, hingegen gut geeignet, denn dort kann man diesen Naturhall verwenden und muss nicht mit Elektronik irgendwas verschönern.

Gunni Mahling arbeitet als Toningenieur mit dem Bandleader, dem Chorleiter eng zusammen. Als Basis wird jedes Stück mindestens dreimal aufgenommen, Takt für Takt bei Fehlern geübt und in Ausschnitten wiederholt.  Jede Musikgruppe spiele nach einer CD-Aufnahme besser als vorher, sagt Mahling. So hat eine CD-Aufnahme ganz neben bei auch noch einen echten Workshop-Charakter und bringt Routine. Und darauf kann man ebenso stolz sein, wie auf den fertigen Silberling.

Noch ein paar Tipps

Wer im Internet mit "Tonstudio" und "Saarland’ suchen bekommt rund zehn verschiedene Adressen angeboten. Manche Studios haben sich auf bestimme Musikrichtungen spezialisiert. Bevor man sich eintscheidet, sollte man sich Angebote unterschiedlicher Studios machen lassen. Wichtig dabei: Tagespauschalen und Studiogebühren.

Und wenn es dann mit der eigenen CD geklappt hat: Schicken Sie das Ergebnis doch auch an die "Musikbühne Saar". Vielleicht stellen wir Ihre CD dann einer Sendung vor.

SR 3 Saarlandwelle
Musikbühne Saar
Funkhaus Halberg
66100 Saarbrücken

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