90 Jahre Saarbrücker Zoo

"Land & Leute" am 21. August

 

Vor 90 Jahren wurde der Saarbrücker Zoo eröffnet - damals noch im Deutschmühlental. Nach dem Krieg wurde er dann auf dem Eschberg neu eröffnet. Von Anfang an mit dabei: die Kattas. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Arbeit des Zoos jedoch sehr verändert. Von der Tierausstellung zum Artenschutzprogramm - ein Feature von Julia Becker.

Sendung: Sonntag 21.08.2022 12.30 Uhr

Ein Feature von Julia Becker

Der Eingang des Saarbrücker Zoos am alten Standort am heutigen Deutsch-Französischen Garten (Foto: Stadtarchiv/Nachlass Schleiden/Fritz Mittelstaedt)
Der Eingang des Saarbrücker Zoos am alten Standort am heutigen Deutsch-Französischen Garten

Der Zoo am Eschberg, mit seinen Hügeln und schattigen Wegen, ist schon der zweite Saarbrücker Zoo. Vor 90 Jahren wurde er von Gründer Gustav Moog im Deutschmühlental eröffnet, im zweiten Weltkrieg wurde er vollständig zerstört.

Der frühere Direktor des Saarbrücker Zoos Gustav Moog (Mitte, ohne Hut) in einer Menschengruppe (Foto: Stadtarchiv/Nachlass Schleiden/Fritz Mittelstaedt)
Der frühere Direktor des Saarbrücker Zoos Gustav Moog (Mitte, ohne Hut) in einer Menschengruppe

Moog ließ sich aber nicht unterkriegen und eröffnete 1950 am Eschberg einen neuen Zoo. Schon immer dabei: die Lemuren-Art Kattas. Die ersten wurden von Seeleuten über Marseille als eine Art Mitbringsel ins Saarland gebracht – so war das damals eben noch: exotische Tiere als „Trophäe“ und Fenster in ferne Länder.

Geschichten zum Zoo-Jubiläum
Kattas im Saarbrücker Zoo
Seit 90 Jahren ist der Saarbrücker Zoo ein Besuchermagnet. Ganz besonders beliebt sind die Kattas, eine Lemuren-Art. Marlies ist Tierpflegerin und ihr sind die Halbaffen über die Jahrzehnte besonders ans Herz gewachsen.

Heute zählen die acht Kattas in Saarbrücken zu einer sehr, sehr seltenen Art. Von den ausschließlich auf Madagaskar vorkommenden Halbaffen leben nur noch 2.000 in freier Wildbahn, ebenso viele in Zoos weltweit.

Artenerhalt ist heute ein wichtiger Grund für die Existenz von Zoos, so ist es auch in Saarbrücken: Die Stadt muss dafür sorgen, dass der Zoo von der Bevölkerung akzeptiert wird, denn schließlich kostet er Geld.

Kulturdezernentin Sabine Dengel, die kaufmännische Leiterin Simone Nießing, der Zoo-Direktor Richard Francke, der Stadtrat und die Tierpfleger und Tierpflegerinnen arbeiten ständig an der Entwicklung des Zoos: Sie stellen Zoopädagogik-Programme auf, bauen neue artgerechte Gehege, bringen den Besuchern die Tierarten näher und informieren. Sie versuchen den Zoo attraktiv und angenehm zu gestalten, für Mensch und Tier. Nur so kann ein Zoo immer weiter bestehen.

Zum 90. Geburtstag hat Julia Becker-Maleska erfahren, was es mit der „Nacht der Flamingos“ auf sich hatte und warum eine Tierpflegerin manchmal auch einen Tauchschein braucht. Wer in der Kata-Familie das Sagen hat und wieso es in Saarbrücken nicht mehr viele Großtiere gibt, dafür aber Seltenheiten wie die Drills und einen Nachtzoo.

All das und mehr in „Land und Leute“ am 21. August 2022 um 12.30 Uhr, auf SR 3 Saarlandwelle.

Audio

"Land und Leute": 90 Jahre Saarbrücker Zoo
Audio [SR 3, Julia Becker, 21.08.2022, Länge: 25:40 Min.]
"Land und Leute": 90 Jahre Saarbrücker Zoo
Von der Tierausstellung zum Artenschutzprogramm - ein Feature von Julia Becker.

Im Anschluss an die Sendung ist das Feature auch im SR 3 Podcast und auf YouTube abrufbar.


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Ein Blick in die Geschichte
90 Jahre Saarbrücker Zoo
Der Saarbrücker Zoo feiert dieses Jahr seinen 90. Geburtstag. In den vergangenen Jahrzehnten ist viel passiert: Evakuierung im Krieg, Wiederaufbau am Eschberg, neue Tiere und sich verändernde Aufgaben. Wir werfen einen Blick in die Zoogeschichte.


Land und Leute als Podcast


Land und Leute (Foto: SR)
Land und Leute

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