Kollegengespräch: "Die Menschen wollen, dass das Gelände ein Ort der Erinnerung bleibt"

Abrissarbeiten haben begonnen

Tagesanlage Luisenthal

Kollegengespräch: Renate Wanninger/Nadine Thielen   19.11.2018 | 08:24 Uhr

Rückbauarbeiten sagt man heutzutage, wenn es um einen Abriss geht. Als Rückbauarbeiten hat die RAG weitere Veränderungen an der Tagesanlage Luisenthal angekündigt. Am Montag haben die ersten Abrissarbeiten begonnen.

1,2 Millionen Euro hat die RAG für den Rückbau eingeplant. Die Anwohner sind froh, dass nun endlich was auf dem Gelände passiert, auch wenn sie eine ganze Weile mit viel Lärmbelästigung leben müssen.

Sechs Monate für die ersten Abrissarbeiten

Als erstes soll der Bergehochbunker abgerissen werden. Auch die Rohkohlebunker sollen rückgebaut werden. Den Rückbau wird eine Firma aus Nordrhein-Westfalen durchführen. Die Abrissarbeiten sollen von montags bis donnerstags jeweils von 7.00 bis 19.00 Uhr stattfinden. Laut Planung sollen allein diese Abrissarbeiten sechs Monate dauern.

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Neuanfang für das Grubengelände Luisenthal
Neuanfang für das Grubengelände Luisenthal
Am Montag haben die Abrissarbeiten der Tagesanlage Luisenthal begonnen. Wie es mit dem Gelände weitergeht weiß keiner so richtig. SR-Reporterin Simin Sadeghi hat sich vor Ort umgehört.

Nach diesen Abrissarbeiten soll es dann nach und nach weiter gehen mit dem Rückbau der Wippehalle, des neuen Verwaltungsgebäudes und auch die "Kaffeekisch" steht auf der Abrissliste. Eine Sanierung des Gebäudes nach heutigen Vorschriften wäre zu teuer, so der Projektingenieur. Wenn sich ein Investor für die alte Kantine finden würde, dann könnte man nochmal darüber reden.

Was erhalten bleibt

Doch nicht alles auf dem Gelände soll der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die Fördertürme, die unter Denkmalschutz stehen, bleiben erhalten. Ebenso die Fördermaschinengebäude, die Schachthallen und das alte Verwaltungsgebäude.

Die Pläne sehen vor, auch die Halde zu erhalten. Hier gibt es jedoch das Problem, dass sie nicht sehr stabil ist. Wie die Lösung dafür aussehen könnte, ist zurzeit noch offen. Offen ist auch, was in Zukunft mit dem Gelände passieren soll.

Viele wünschen sich, dass es ein Ort der Erinnerung bleibt, es aber zugleich auch ein Ort wird, an dem sich neues Gewerbe ansiedelt.

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Über dieses Thema wurde auch in Guten Morgen am 19.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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