GuMo-Mobil: Zum Hochwassercheck in Niedaltdorf

Zum Hochwassercheck in Niedaltdorf

Reporter: Oliver Buchholz/ Onlinefassung: Rebecca Lambert   09.01.2025 | 06:58 Uhr

Das neue Jahr kam mit Schnee und Regen im Gepäck. So sind im Saarland die Pegel gestiegen und erneute kleine bis mittlere Hochwasser sind möglich. SR-Reporter Oliver Buchholz hat sich den Bulli geschnappt und schaut sich in Niedaltdorf die Pegelstände an.

Während des Pfingthochwassers trat die Nied über die Ufer, was unter anderem drei Männer animierte, sie mit dem Schlauchboot zu befahren. Ganz so hoch sind ihre Pegel nach dem Regen und Schnee der vergangenen Tage noch nicht. SR-Reporter Oliver Buchholz war an Pfingsten selbst als Helfer während des Hochwassers unterwegs. Deshalb hat er sich die aktuelle Lage vor Ort angeschaut.

Pegelanstieg an der Nied

Und nicht nur Oliver Buchholz ist Helfer. Matthias und Andreas Heisel sind beide in der Feuerwehr. Sie beobachten die Nied, um direkt zu helfen, wenn es brenzlig wird. "Die Nied ist jetzt etwa zwei Meter höher wie sonst", sagt Matthias.

Aktuell sei es aber noch nicht gefährlich, erklärt Matthias. "Aktuell haben wir noch zwei Meter Luft." Trotzdem sei man in andauernder Alarmbereitschaft. Wenn es weiter steige, würden in der Gemeinde Maßnahmen getroffen.

Planung im Hochwasserfall

Beispielsweise würde ein Krisenstab eingerichtet, der das Vorgehen bei Hochwasser plane. So werde die integrierte Leitstelle Saar entlastet. Aber noch sorge die Nied nicht für schlaflose Nächte, sagt Matthias.

Pegelcheck an der Nied mit Andreas und Matthias Heisel (Foto: Oliver Buchholz/ SR)

Wie Anwohner auf Hochwassergefahr reagieren

Dadurch, dass die Familie schon jahrelang in Niedaltdorf lebe, habe sich schon eine Routine für Hochwassergefahr entwickelt. "Abends schauen wir immer den Pegelstand - hier in Niedaltdorf ist ja eine Messstelle - und wir haben dann immer schon im Gefühl, wann wird's kritisch und wann nicht", erklärt Andreas.

Da die Nied vor allem aus Frankreich gespeist werde, schauen sie auf die Pegelstände aus Lothringen, sagt Andreas. 1981 sei das zweithöchste Hochwasser gewesen. Da sei der Regen aus Metz gekommen.

Mühlenbach in Beckingen

Da die kleineren Flüsse auf den Starkregen meist heftiger reagieren, als die Saar selbst, ist es gut, diese im Blick zu haben. Und so geht es von Niedaltdorf nach Beckingen. Dort ist die Feuerwehr direkt am Mühlenbach angesiedelt.

Der Mühlenbach ist normalerweise ein kleines Rinnsal. Nach dem Regen und Schnee der vergangenen Tage hat er jedoch eine Breite von etwa zwei bis drei Metern hat. Er stellt aber keine Gefahr dar.

Meldehöhe eins

Auch andere Bäche und Flüsse im Saarland sind gestiegen. So zeigt sich auch die Theel breiter als sonst. Trotzdem heißt es Entwarnung: Die meisten Flüsse und Bäche sind nur leicht über die Ufer getreten. Und auch wenn die Nied nun Meldehöhe eins erreicht hat, betrifft die Überflutung nur landwirtschaftliche Flächen und keine Keller.

Ein Thema aus der Sendung "Guten Morgen" am 09.01.2025 auf SR 3 Saarlandwelle.


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