Die Mondfinsternis live erleben in der Sternwarte Peterberg (Foto: Uwe Jäger)

Mondfinsternis in der Sternwarte Peterberg

Uwe Jäger   27.07.2018 | 07:47 Uhr

Seit Jahrtausenden fasziniert die Menschen der Mond. Besonders dann, wenn er sich plötzlich verdunkelt. Am 17. Juli konnte man das besondere Schauspiel am Himmel wieder beobachten. Auch an der Sternwarte Petersberg im Nordsaarland wurde die Mondfinsternis mit Spannung erwartet.

Uwe Jäger hat sich mit zwei besonderen Amateur-Astonomen getroffen: Wolfgang, der blind ist, und trotzdem ins Teleskop blicken wird, und mit Christoph, dem zweiten Vorsitzenden der Sternwarte Peterberg.

Gegen 21.00 Uhr ging es los: der Mond wurde rot. "Blutmond" nennen das viele. Es war die längste totale Mondfinsterins des Jahhunderst. Ganze 103 Minuten dauerte sie an. Hinzu kam noch ein extrem heller Mars in Mondnähe.

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Eine selten lange Mondfinsterns: Eine Stunde und 43 Minuten
Audio [SR 3, Uwe Jäger, 27.07.2018, Länge: 04:36 Min.]
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Der "Blutmond"

Das Ganze lief so ab: Bei diesem besonderen Vollmond wurd der Mond durch den Erdschatten komplett verdeckt. Denn die Erde befand sich dann genau zwischen Sonne und Mond. Dennoch verfinsterte sich der Erdtrabant nicht komplett. Das rotwellige Licht der Sonne drang an der Erde vorbei und noch zum Mond hindurch. Das sorgte dann für seine rote Färbung.

Höhepunkt: 22.22 Uhr

Gegen 22.22 Uhr wurde der Höhepunkt der Mondfinsternis erreicht. Dann lag der Mond komplett im Schatten der Erde. In Mondnähe war auch der rote Planet Mars gut zu sehen. Er befindet sich derzeit so nah an der Erde wie seit 15 Jahren nicht mehr.

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Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 27.07.2018 berichtet.

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