Rettungsschwimmer Heiner Klein und Max Valentin am Bostalsee (Foto: Oliver Buchholz)

Unterwegs mit dem ältesten Rettungsschwimmer des Saarlandes

Oliver Buchholz / Onlinefassung: Rebecca Lambert   22.08.2022 | 06:32 Uhr

Wenn es die Menschen in den heißen Sommermonaten zum Wasser zieht, sind Rettungsschwimmer besonders gefragt – auch am Bostalsee. Hier arbeitet der wahrscheinlich älteste Rettungsschwimmer des Saarlandes. SR-Reporter Oliver Buchholz hat ihn mit dem GuMo-Mobil besucht und mit im über seine Arbeit gesprochen.

Die zwei großen Gewässer im Saarland, nämlich der Losheimer Stausee und der Bostalsee, sind nicht nur Veranstaltungsorte, sondern auch Badeseen. SR-Reporter Oliver Buchholz hat sich das GuMo-Mobil geschnappt und sich auf den Weg zum Bostalsee gemacht.

Audio

GUMO Mobil: Der älteste Rettungsschwimmer im Saarland
Audio [SR 3, Olivier Buchholz, 22.08.2022, Länge: 07:13 Min.]
GUMO Mobil: Der älteste Rettungsschwimmer im Saarland

Dort besucht er Heiner Klein von der Ortsgruppe Gresaubach. Der 70-Jährige ist seit 1968 aktiv in der DLRG und ist somit einer der ältesten Rettungsschwimmer im Saarland. Nicht nur das: Er ist auch einer der letzten aktiven Rettungsschwimmer auf einer Rettungswache.

Erste Regel: Aufmerksamkeit

Ganz wichtig auf so einem Ausguck: Nie mit dem Rücken zum Wasser stehen oder sitzen, rät Heiner Klein. Schließlich kann man dann nicht sehen, wenn Hilfe gebraucht wird.

Werdegang

Aber wie kam Klein zur DLRG? Es wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Schließlich ist seine Patentante Dora Rau auch sehr eifrig in der DLRG gewesen. Dabei war sie so einflussreich, dass sogar das Wadener Schwimmbad nach ihr benannt ist.
1968 hat Klein seine ersten Prüfungen abgelegt und half im Schwimmbad in Gresaubach. 1974 durfte er dann zum ersten Mal an der Ostsee in einem großen Gewässer tätig zu werden.

Ein echter Allrounder

Und in dieser Zeit hat er einiges an Erfahrung gesammelt. So ist er auch Bootsführer und die müssen bekanntlich auch technisch geschult sein, um richtig mit Booten umgehen zu können. Aber das ist nur einer der Arbeitsbereiche des 70 Jährigen. Als Wachführer ist Klein schon ein richtiger Allrounder. Er organisiert und leitet die Wache, während beispielsweise Rettungsschwimmerkollege Max Valentin die Aufträge ausführt.

Größere und kleinere Einsätze

"Eine gute Wache ist immer eine Wache, wo wir keine Einsätze hatten", sagt Valentin. Glücklicherweise hätten sie in dieser Saison noch keine Reanimation benötigt. So ein Einsatz ist aber nicht nur Leute aus dem Wasser ziehen. Im Erste Hilfe Bereich hatte man wohl Wespenstiche, Schürfwunden und kleinere Verletzungen. Die Rettungsschwimmer sind hauptsächlich um den See herum und in den Strandbädern tätig. Und natürlich muss man Ausschau auf den See halten und schauen, dass es den Leuten gut geht.

Nicht nur am Badesee aktiv

Boote am Bostalsee (Foto: Oliver Buchholz)
Boote am Bostalsee

Aber nicht nur am Bostalsee und an der Ostsee hat sich Heiner Klein bewährt. Zwei Tage lang half er bei der Flutkatastrophe des vergangenen Jahres. Mit dem Wasserrettungszug des Landkreises Saarlouis zusammen ist Klein nach Kordel ausgerückt. Mit Booten habe man die Menschen während des Hochwassers evakuiert, erzählt Klein.

Ein Vorbild

Und auch ein Vorbild ist Heiner Klein. Schließlich ist er nicht nur für Max Valentin eine feste Größe, sondern auch für die Kinder. Und das Ganze macht er auch noch ehrenamtlich. Und das nicht allein. Bis zu 20 ehrenamtliche Helfer der Ortsgruppe Gresaubach machen das komplett in ihrer Freizeit. Für die zehn Tage, die die Ortsgruppen jeweils Dienst machen, nimmt sich so mancher auch mal Urlaub.

Die Sache mit dem Nachwuchs

Aber wie überall: Es fehlt der Nachwuchs. "Mit 70 kann man noch dabei sein", meint Heiner Klein. Aber er betont, dass es eine junge Organisation sei, die Fitness und Bereitschaft zu helfen in den Vordergrund stelle.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 22.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.


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