Die Buchen leiden besonders unter der Hitze.  (Foto: Uwe Jäger)

Hitzeprobleme: Das GuMo-Mobil besucht die Buchen

Uwe Jäger / Onlinefassung: Lisa Huth   22.07.2019 | 06:00 Uhr

Diese Woche zeigt sich der Sommer noch einmal von seiner sonnigen Seite. Es soll über 30 Grad warm werden. Viele suchen da im Wald Schatten und etwas Abkühlung.

Nicht nur die Menschen, auch die saarländischen Wälder brauchen in diesen Wochen dringend Abkühlung. Hitze und die Trockenheit setzen ihnen zu. Vielen Bäumen geht es schlecht. Vor allem den Buchen. GuMo-Mobil-Reporter Uwe Jäger ist deshalb mit Joachim Stelzer vom Saarforst unterwegs und schaut einmal, wie die Hitze den heimischen Wäldern zu schaffen macht.

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Hitzeprobleme: Das GuMo-Mobil besucht die Buchen
Audio [SR 3, Uwe Jäger, 22.07.2019, Länge: 03:26 Min.]
Hitzeprobleme: Das GuMo-Mobil besucht die Buchen

Vor allem die alten Buchen, die der Sonne ungeschützt ausgesetzt sind, sterben ab oder sind schon tot. Diese Bäume, so Stelzer, sind zum Teil 170 Jahre alt, haben allem getrotzt, und sterben jetzt wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit der vergangenen beiden Jahre.

"Mütter des Waldes"

Im Revier Riegelsberg am "Alten Bahndamm" ist an den Buchen zu erkennen, dass sich die Rinde schält. Stelzer nennt das Sonnenbrand: Die Buchen seien überhitzt, die Rinde vertrockne. Anders als bei den Menschen könne die Buche aber keine neue Rinde bilden. Darum sterbe dann auch das Gewebe unten drunter ab. Das wiederum sei für die Nährstoff- und Wasserversorgung des Baumes wichtig.

Die Situation sei Besorgnis erregend. "Die Buchen sind die Mütter des Waldes", sagt Joachim Stelzer. "Sie schützen ihre Kinder vor den Extremen, vor allem vor Sonneneinstrahlung. Und wenn sie wegfallen, weiß ich nicht, was mit den Kindern passiert, weil sie dann auch dieser Hitze ausgesetzt sind."

"Alles tun, um den Wald zu schützen"

Die Eiche, auch eine wichtige Baumart bei uns, hat mittlerweile ihre Blätter eingerollt. Wenn man von unten guckt, sieht man, sie sind ganz grau. Ich weiß nicht, ob sie die Blätter abwerfen, und ob sie bei Regen wieder neue Blätter entfalten können."

Es müsse schnell etwas passieren. "Wir müssen alles dafür tun, um den Stress für den Wald nicht weiter zu erhöhen." Alle müssten sich Gedanken machen, wie mit den Ressourcen umgegangen wird. Denn: "Wenn der Wald fehlt, wird es richtig ernst."

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen " vom 22.07.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.


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