GuMo-Mobil-Reporterin Simin Sadeghi mit einem Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr Saarbrücken (Foto: SR/Simin Sadeghi)

Bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Corinna Kern   30.12.2022 | 07:10 Uhr

Das Jahresende ist für die Feuerwehr oft keine ruhige oder besinnliche Zeit. 2022 können, nach zwei Jahren Verkaufsverbot, wieder Raketen und Böller in die Luft geschossen werden. Daher ist GuMo-Mobil-Reporterin Simin Sadeghi auf die Wache der Berufsfeuerwehr Saarbrücken gefahren um nachzufragen, wie die Männer und Frauen sich auf den Jahreswechsel vorbereiten und wie die Weihnachtsfeiertage verliefen.

Die Tage zwischen den Jahren sind für die Feuerwehren im Saarland meistens mit vielen Einsätzen verbunden. Silvester wird in diesem Jahr vermutlich nicht so ruhig werden, wie in den vergangenen beiden Jahren. Denn nach zwei Jahren Verkaufsverbot können 2022 wieder Raketen und Böller in Deutschland gekauft werden.

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GuMo-Mobil: Die Arbeit der Feuerwehr zwischen den Jahren
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 30.12.2022, Länge: 08:34 Min.]
GuMo-Mobil: Die Arbeit der Feuerwehr zwischen den Jahren

Simin Sadgehi war in der Wache der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken. Die Wache wird 24 Stunden von den Männern und Frauen der Feuerwehr besetzt. Björn ist Wachabteilungsführer und koordiniert die Wachübergabe, die Funktionseinteilung der Rettungswägen und der Feuerwehrfahrzeuge. Laut dem Wachabteilungsführer wird morgens geschaut, ob die Funktionen alle besetzt sind und die Wachliste vorgelesen. Dabei werden die Namen der Feuerwehrmänner und -frauen vorgelesen, die nachts im Dienst waren und die, die morgens in den Einsatz starten.

Mehrere Einsätze an Weihnachten

Patrick war über Weihnachten der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken. Dieses Jahr sei Weihnachten sehr unruhig gewesen. Die Feuerwehr musste zu mehreren Bränden ohne Personenschaden und dem schweren Verkehrsunfall im Meerwiesertalweg ausrücken.

Das Team der Berufsfeuerwehr Saarbrücken (Foto: SR/Simin Sadeghi)

An Weihnachten sei nicht in jedem Jahr mehr los als die restlichen Tage im Jahr, so Patrick. Es habe auch Jahre gegeben an denen die Feuerwehr kaum ausrücken musste. Dennoch seien Adventskränze ein zusätzliches Brandrisiko in der Weihnachtszeit.

Mutprobe an der Rutschstange

Die bekannten Stangen an denen die Feuerwehrleute herunterrutschen, gibt es auch bei der Feuerwehr in Saarbrücken. Fünf Meter geht es von den Bereitschaftsräumen zur Fahrzeughalle in die Tiefe. Für Simin eine echte Mutprobe, doch zum Glück gibt es auch die kleinere Variante. Wagemutig hat sie sich an die zwei Meter-Stange getraut und hatte sogar Spaß dabei. Die fünf Meter waren dann doch ein wenig zu hoch für unsere Reporterin.

Nach dem Andrenalinschub an der Rutschstange ging es für GuMo-Mobil-Reporterin Simin in das Hilfeleistungslöschfahrzeugs. Sechs bis sieben Leute haben in dem Fahrzeug Platz. Laut Feuerwehrmann Christian ist das Auto das Erste, dass zu einem Einsatz rausfährt. Darin befinden sich Atemschutzgeräte, die die Feuerwehrmänner bei Brandeinsätzen schützen.

Hochzeit an Silvester

Vorhersagen, zu wie vielen Einsätzen die Frauen und Männer an Silvester ausrücken müssen, lässt sich nicht. Alljährlich stark frequentiert sein, wird der Rettungsdienst, so Patrick. Denn ganzen Tag und die ganze Nacht würden die Rettungskräfte im Einsatz sein, "das war immer schon so", so der Feuerwehrmann.

GuMo-Mobil-Reporterin Simin Sadeghi mit zwei Feuerwehrmännern im Löschfahrzeug (Foto: SR/Simin Sadeghi)

Wie in jedem Jahr wird es für den Rettungsdienst zu Einsätzen kommen, die durch den falschen Umgang mit Raketen und Böllern verursacht wurden. So sollten natürlich keine Raketen in der Hand gezündet werden und sich genau an die beschriebenen Abläufe auf den Verpackungen gehalten werden. Auch der Aufstellort der Raketen und Feuerwerksbatterien ist wichtig, so Patrick. Damit nichts unter den Dachstuhl fliegt und ein Brand ausbricht, sollte ausreichend Abstand gehalten werden.

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Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 30.12.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.


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