Auch schon am Morgen gute Laune in der Bahnhofsmision Saarbrücken.  (Foto: Isabel Sonnabend)

In der Bahnhofsmission Saarbrücken

Isabel Sonnabend / Onlinefassung: Lisa Huth   18.02.2019 | 08:09 Uhr

Im Gebäude an Gleis 5 des Saarbrücker Bahnhofs war früher die Bundespolizei untergebracht. Heute gehört es zur Bahnhofsmission. Sie ist eine kirchliche Einrichtung von Diakonie und Caritas.

Inmitten einer Kaffee- und Teeküche, einem Büchertauschregal und Zeitungen sitzt einer der Stammgäste, trinkt einen schönen warmen Kaffee. Freut sich, dass es auch zwei werden können. Im Gegensatz zum Bahnhof in Frankfurt gebe es in Saarbrücken keine Aggression, sagt er. Hier könne er einfach da sitzen und sich aufwärmen.

"Hier gibt es keine Aggressionen"

Der Gast hat seit kurzem eine Wohnung in Saarbrücken, 20 Quadratmeter groß. Die kostet über 400 Euro. Da seine Rente relativ gering ist, geht er nachts Flaschen sammeln, um sie gegen Pfand einzutauschen.

Tagsüber sucht er die Bahnhofsmission auf, oder auch eine andere Einrichtung, wo es kostenlos einen Friseur gibt. So lang ist er unterwegs, bis er müde ist und dann wieder in seine klitzekleine Wohnung zurückkehrt.

Audio

Gespräche gehören dazu in der Bahnhofsmission Saarbrücken.
Audio [SR 3, Isabel Sonnabend, 18.02.2019, Länge: 07:17 Min.]
Gespräche gehören dazu in der Bahnhofsmission Saarbrücken.

26 ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten insgesamt in der Bahnhofsmission, bieten Gespräche an oder lassen die Leute auch in Ruhe, wenn sie nicht reden wollen. Sind aber da, wenn sie helfen können.

Immer ein offenes Ohr

Von montags bis freitags ist die Bahnhofsmission zwischen 8.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Willkommen sind alle Menschen, ganz gleich, ob sie erschöpft sind, ein offenes Ohr brauchen, keinen Schlafplatz haben oder Hilfe beim Reisen brauchen.

Renate und Judith sind die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Sie koordinieren die Arbeit der Ehrenamtlichen. Renate meint, von den Ehrenamtlichen werde schon einiges an Flexibilität und Nerven verlangt. Zum Beispiel, kontaktfreudig sein, keine Vorurteile zu haben und alle Menschen so zu akzeptieren wie sie in die Bahnhofsmission kommen.

Über dieses Thema wurde auch in Guten Morgen auf SR 3 am 18.02.19 berichtet.


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