Dennis Stoffel sitzt in seinem Ford Escort (Foto: SR / Uwe Jäger)

Zu Besuch bei Ford-Schrauber Dennis

Uwe Jäger / Onlinefassung: Jil Kalmes   16.09.2022 | 06:12 Uhr

Dennis aus Schwalbach ist leidenschaftlicher Autoschrauber und arbeitet bei Ford. Er liebt seinen alten Ford Escort und hat in rund fünf Jahren eine Rakete aus ihm gemacht – aus 50 PS wurden 228. GuMo-Mobil Reporter Uwe Jäger hat ihn in seiner Garage besucht und nachgefragt, warum Dennis seinem Ford Escort trotz Enttäuschung über seinen Arbeitgeber weiterhin treu bleibt.

Dennis aus Schwalbach schraubt leidenschaftlich gerne an Autos herum – am liebsten aber an seinem Ford Escort. Dass er sich gut um seine Maschine kümmert, sieht man: alles glänzt, blinkt und ist piccobello sauber.

Seine Garage sieht fast aus wie ein Palast. Der Boden ist gefliest, teilweise mit Teppich ausgelegt und es gibt genug Platz für alles, was das Schrauber-Herz begehrt. "Schön ausgestattet und perfekt zum Schrauben", erzählt Dennis stolz.

Audio

GuMo Mobil: Ford-Schrauber Dennis aus Schwalbach
Audio [SR 3, Uwe Jäger, 16.09.2022, Länge: 07:48 Min.]
GuMo Mobil: Ford-Schrauber Dennis aus Schwalbach

Eine saarländische Carbon-Queen

Der Ford Escort von hinten (Foto: SR / Uwe Jäger)

Nicht nur Dennis ist ein echter Saarländer, auch seine Maschine stammt aus dem kleinsten Bundesland der Republik. Der Ford Escort ist im August 1975 in Saarlouis vom Band gelaufen, 2004 hat Dennis ihn dann gekauft.

Fünf Jahre lang hat er an seiner Karre herumgeschraubt, sie in alle ihre Teile zerlegt und wieder zusammengebaut – mit den ein oder anderen Veredelungen natürlich. Aus 50 PS wurden 228, diese Power bringt ein 2-Liter-16V-Motor aus einem alten Opel Ecat. Beim Umbau hat Dennis außerdem überall Carbon-Teile verbaut – daher der Name "Carbon Queen".

Nicht bloß zum Angucken – aber auch

Dennis ist mit seinem saarländischen Schmuckstück bundesweit auf Autoshows unterwegs und sehr gefragt. Die "Carbon-Queen" sieht allerdings nicht nur schön aus, sie wird auch gefahren.

Zusammen mit seiner Frau Tina – die seine Leidenschaft für Autos teilt – nimmt er an Rallyes teil. 2021 waren die beiden mit ihrem Escort beim ADAC Saarland Classic Cup und haben sogar den sechsten Platz belegt.

Woher kommt die Liebe zum Ford Escort?

Die Liebe zu Ford begann bei Dennis schon früh – in seiner Ausbildung. Er hat ab 1994 bei Ford gelernt und arbeitet seitdem dort. Die Affinität zum Escort sei entstanden, weil das Auto eines der beliebtesten Rallye-Fahrzeuge in England ist, erzählt der gelernte Industriemechaniker.

Dennis Stoffel und seine Frau Tina stehen neben ihrem Ford Escort (Foto: SR / Uwe Jäger)

Sein Herz gehört der Firma seit vielen Jahren, deshalb haben ihn die Ford-Entscheidung der letzten Monate besonders getroffen: "Man macht alles dafür, dass es weiter geht, natürlich ist man dann enttäuscht wenn es nicht weiter geht."

Trotzdem bleibt er Ford weiterhin treu. Und auch die Liebe zu seinem Escort könne durch nichts und niemanden zerstört werden, erzählt Dennis. "Die Liebe zu meinem Escort habe ich selbst geschmiedet."

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 16.09.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.


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