INA SCHAEFFLER in Homburg (Foto: Sebastian Knoebber/SR)

IG Metall und Betriebsrat wollen Stellenabbau verhindern

Karin Mayer   16.09.2020 | 19:11 Uhr

4400 Jobs will der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler in Deutschland und Europa abbauen. Dagegen machten Betriebsräte und IG Metall bei einem bundesweiten Aktionstag mobil. An den betroffenen Standorten fanden am Mittwoch gleichzeitig Betriebsversammlungen statt. Auch das Werk Homburg war dabei.

Zwei Betriebsversammlungen haben am Mittwochvormittag in Homburg auf dem Werksgelände stattgefunden. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Salvatore Vicari war angetreten, um den Stellenabbau zu verhindern. Den Plan, die Kugelfertigung in Homburg auszulagern, lehnt er ab. Die Lehre aus Corona sei, dass die Lieferketten sicher sein müssten.

Video [aktueller bericht, 16.09.2020, Länge: 3:11 Min.]
IG Metall und Betriebsrat kämpfen für Arbeitsplätze bei Schaeffler

Brennstoffzelle als Alternative

Video [aktueller bericht, 16.09.2020, Länge: 3:28 Min.]
SR-Wirtschaftsreporterin Karin Mayer zum Stellenabbau bei Schaeffler

Er könne nicht nachvollziehen, warum Schaeffler sich bei einem Schlüsselprodukt abhängig von Lieferanten machen wolle. Er fordert stattdessen Zukunftsinvestitionen in den Standort. Dem SR sagte er, die Brennstoffzelle sei eine Perspektive für das Werk.

Ralf Reinstädtler von der IG Metall Saarpfalz sagte, das Werk in Homburg habe bereits Leiharbeitnehmer und befristete Beschäftigte abgebaut. Dadurch seien 400 Jobs verloren gegangen. Das Unternehmen brauche motivierte Mitarbeiter, die bereit für Innovationen und Veränderung seien. Die IG Metall Saarpfalz will gemeinsam mit dem Info-Institut ein Alternativkonzept für das Werk Homburg erarbeiten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.09.2020 berichtet.

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