Geldstücke auf einer Waage (Foto: dpa)

Weniger Geld für schrumpfendes Saarland

Janek Böffel   11.07.2019 | 12:52 Uhr

Das Saarland muss auf Geld aus dem Bund-Länder-Finanzausgleich verzichten, weil die Zahl der Einwohner sinkt. Dadurch fließt in den kommenden Jahren weniger Geld. Der Gesamtbetrag könnte sich bis 2023 auf bis zu 166 Millionen Euro belaufen.

Weniger Geld fürs Saarland: "Wir sind da in einem Teufelskreis"
Audio [SR 3, (c) SR/Gerd Heger, 11.07.2019, Länge: 03:45 Min.]
Weniger Geld fürs Saarland: "Wir sind da in einem Teufelskreis"
SR-Moderator Gerd Heger hat mit Janek Böffel aus der SR-Landespolitik gesprochen.

Das Saarland schrumpft und das schon seit Jahren. Seit 2010 leben fast 10.000 Menschen weniger im Land. Und das hat auch Auswirkungen auf die Mittel aus den Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Ein Teil des Geldes, das ans Saarland fließt, hängt von der Bevölkerungsentwicklung ab, das bestätigte CDU-Finanzminister Peter Strobel dem SR.

Pro 1000 Einwohner, die das Saarland verliert, sinke die Summe aus dem Bund-Länder-Finanzausgleich um rund fünf Millionen Euro. Eine genaue Summe, wie viel Geld dem Saarland dadurch verloren geht, könne man laut Strobel nicht nennen. Es seien aber Beträge, die für das Saarland nicht leicht zu verkraften seien. Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sprach hingegen von rund 166 Millionen Euro bis 2023.

"Nicht leicht zu verkraften"

Laut Strobel habe man in der Finanzplanung allerdings einen Sicherheitsfaktor für sinkende Einnahmen eingeplant. Das werde man auch in Zukunft so machen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.07.2019 berichtet.

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