Campus-Center der Universität des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saar-Uni forscht für Ford

  13.01.2021 | 14:54 Uhr

Forscher der Universität des Saarlandes sollen das Ford-Werk in Saarlouis bei der Verbesserung der Produktionsabläufe unterstützen. Ein gemeinsames Projekt mit dem Max-Planck-Institut für Informatik wird vom Land finanziell gefördert.

Die Forscher der Saar-Uni und des Max-Planck-Institutes für Informatik sollen mit Hilfe von multidimensionalen Algorithmen und künstlicher Intelligenz die Produktions-und Arbeitsprozesse im Werk Saarlouis verbessern, teilte die Staatskanzlei mit. Dazu werde ein für den Standort spezialisierter Forschungsansatz umgesetzt.

Puffer soll optimiert werden

Das Konzept setzt nach Angaben der Universität beim „Line Buffer“ an, dem Puffer zwischen den 27 einzelnen Produktionslinien und der Endmontage der Saarlouiser Autofertigung. In diesem Puffer werden Autos zwischengelagert. Derzeit werde das händisch erledigt. „In unserem Projekt versuchen wir, diesen Nachteil mit einer intelligenten Steuerung des Line Buffer zu kompensieren“, heißt es in der Projektbeschreibung.  

Mit dem eingesetzten Deep Reinforcement Learning (übersetzt „tiefes bestärkendes Lernen“) soll die Künstliche Intelligenz des Computers selbstständig eine Strategie entwickeln, um die Abnahme der Autos aus den Produktionslinien, die Lagerung und Abgabe an die Endmontage zu optimieren.

Digitaler Nachbau

Da das sehr datenlastig ist, kann dieser Prozess nicht in der eigentlichen Autoproduktion angewandt werden. Stattdessen werden der Line Buffer und die Endmontage für das Training digital nachgebaut.

Verantwortlich dafür sind nach Angaben der Universität die Informatiker Verena Wolf, Professorin Modelling and Simulation, sowie Andreas Karrenbauer und Kurt Mehlhorn vom Max-Planck-Institut für Informatik.

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 1,7 Millionen. Die Staatskanzlei fördert es im Rahmen des Zentralen Technologieprogramms Saar mit rund einer Millionen Euro. Davon gehen jeweils 300.000 Euro an Wolf und Karrenbauer. Die Förderung läuft bis Ende 2022.

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