Polizisten patrouillieren während einer nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich (Foto: picture alliance/Sebastien Courdji/XinHua/dpa)

Rottner rechnet mit neuer Ausgangssperre in Frankreich

mit Informationen von Lisa Huth   26.10.2020 | 12:21 Uhr

Der Präsident der französischen Region "Grand Est" rechnet mit einer neuen Ausgangssperre in Frankreich. Das sagte er dem Sender FranceInfo. In 54 französischen Départements gelten wegen der stark steigenden Infektionszahlen bereits nächtliche Ausgangssperren.

Auf seinem Twitter-Account schrieb Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est aus Elsass, Lothringen und Champagne-Ardennes, er sei sicher, dass eine zweite Ausgangssperre kommen werde. Bei FranceInfo sprach er davon, diese könne "in zwei bis drei Wochen“ beginnen.

Rottner forderte Präsident Macron auf, jetzt schon Vorbereitungen zu treffen, damit ganz Frankreich solidarisch behandelt werden könne. Anders als bei der ersten Welle seien dieses Mal alle betroffen.

Nächtliche Ausgangssperren bereits in Kraft

Die französische Regierung hatte bereits Mitte Oktober erneut den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In Paris und acht weiteren Großstädten gilt seitdem bereits eine nächtliche Ausgangssperre.

Diese wurden zuletzt am Samstag verschärft: In 54 Départements - vier davon in der Region Grand Est - können die Menschen seitdem das Haus zwischen 21.00 und 6.00 Uhr nur noch mit triftigem Grund verlassen. Außerdem wurden beispielsweise Sportanlagen, Spielhallen oder Jahrmärkte geschlossen.

Zuletzt hatten die französischen Gesundheitsbehörden mehr als 52.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 26.10.2020 berichtet.

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