Ein älterer Arzt sitzt am Schreibtisch. (Foto: dpa/picture alliance/Imagebroker)

Rentner dürfen jetzt deutlich mehr hinzuverdienen

  27.03.2020 | 16:06 Uhr

Wegen der Corona-Krise hat die Deutsche Rentenversicherung die Verdienstgrenzen für Rentner im vorgezogenen Ruhestand auf knapp 45.000 Euro angehoben und die Regelungen für Saisonarbeiter ausgeweitet. Das soll es möglich machen, dass diese Arbeitskräfte jetzt kurzfristig einspringen können, zum Beispiel im Medizinbereich und in der Landwirtschaft.

Normalerweise dürfen Rentner im vorgezogenen Ruhestand nur rund 6.300 Euro pro Jahr hinzuverdienen, ohne, dass ihnen ihre Rente gekürzt wird. Diese Grenze wurde jetzt wegen der Corona-Krise auf 44.590 Euro angehoben, teilte die Deutsche Rentenversicherung Saarland mit. Das soll unter anderem ermöglichen, dass diese Rentner, zum Beispiel aus dem medizinischen Bereich, jetzt wieder eine Beschäftigung aufnehmen können, ohne dadurch Rentenkürzungen in Kauf nehmen zu müssen.

Ab dem Jahr 2021 gelte dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den bisherigen Regelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Saisonarbeiter dürfen länger arbeiten

Auch für Saisonarbeiter gibt es eine neue Regelung. Normalerweise dürfen sie nur drei Monate tätig sein. Da aber wegen des Coronavirus nun an vielen Stellen Saisonkräfte wegfallen, beispielsweise in der Landwirtschaft, wurde dieser Zeitraum auf fünf Monate, beziehungsweise 115 Arbeitstage ausgeweitet. Die Regelung gilt für kurzfristige Beschäftigungen in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja