Foto: Oliver Buchholz

Weltbienentag: Wildbienen sind gefährdet

Oliver Buchholz/Onlinefassung: Emil Mura   20.05.2020 | 08:55 Uhr

Am 20. Mai 1734 wurde Anton Jansa in Slowenien geboren. Er war der Gründer der modernen Imkerei und ihm zu Ehren wurde sein Geburtstag zum Weltbienentag erklärt. Doch Biene ist nicht gleich Biene, hat SR3-Reporter Oliver Buchholz herausgefunden.

Bei Peter Thomas in Riegelsberg wächst die Wiese ungehemmt, nicht weil er etwa ein schlechter Gärtner wäre, sondern weil er damit etwas für die Wildbienen tut. Dementsprechend viel los ist an seinem Insektenhotel. Peter Thomas ist Vorsitzender des BUND Köllertal und referiert über Wildbienen, sein Credo: Wer etwas für die Wildbienen tun will, muss zunächst etwas für die Pflanzen tun. Wichtig für Wildbienen sei, dass sie im direkten Umfeld ihrer Brutstätte Futterpflanzen finden, sie fliegen nur wenige hundert Meter weit.

Gutes Honigjahr

Am 20. Mai ist Weltbienentag
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 20.05.2020, Länge: 02:25 Min.]
Am 20. Mai ist Weltbienentag

Die Honigbiene dagegen legt auch schonmal bis zu drei Kilometer zurück. Sie wird in Völkern von Imkern wie Helmut Kiefer aus Kirkel-Limbach gehalten. Er ist der stellvertrende Vorsitzende des saarländischen Imkerverbandes und freut sich, dass sich immer mehr Menschen für die Imkerei interessieren. Dieses Jahr sei bislang ohnehin ein gutes Bienen- und Honigjahr. So sei zum Beispiel die Obstblüte sehr gut gewesen. Den Honigbienen geht es insgesamt gut, sagt Helmut Kiefer.

Wildbienen schützen

Bei Wildbienen sei das anders. Ihnen fehle die Lobby, die Honigbienen mit den Imkern haben. Deswegen seien sie besonders schützenswert. Dabei könne jeder helfen, zum Beispiel indem man den Rasen stehen und Wildkräuter blühen lässt. Denn Bienen jeder Art sind wichtig für die Umwelt. Die Natur braucht sie zum Bestäuben der Pflanzen. 75 Prozent der Nahrungsmittelpflanzen weltweit sind auf sie angewiesen.

Über diese Thema wurde auch in der Sendung Guten Morgen am 20.05.2020 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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