Kassen in einem Globusmarkt (Foto: SR)

Supermärkte schützen Mitarbeiter

Lisa Betzholz/Onlinefassung: Emil Mura   21.03.2020 | 12:38 Uhr

Um ihre Mitarbeiter zu schützen, verschärfen auch immer mehr Supermärkte die Regeln für ihre Kunden. So müssen unter anderem Mindestabstände eingehalten werden. Außerdem akzeptieren manche Läden nur noch Kartenzahlung.

Rot-weiße Abstandsmarkierungen auf dem Boden, Plexiglas an den Kassen zum Schutz der Kassierer und Hinweisschilder mit der Bitte an die Kunden, mindestens 1.50 Meter Abstand zu halten. Das findet man spätestens seit Freitag in fast allen Supermärkten im Land - auch im Globus in St. Wendel. Hier will Geschäftsführer Jan Eichelberg mit den Maßnahmen vor allem vorbeugen.

Teams sollen sich ablösen können

Dazu gehöre auch, dass Globus seine Mitarbeiter stärker trennt und Schichtgruppen bildet, sodass die Überschneidung möglichst gering ist. Wenn dann Coronafälle im Hause auftreten, könne man die Gruppe einsetzen, die noch nicht befallen ist. Zusätzlich, sagt Geschäftsführer Eichelberg, gibt es noch Mitarbeiter, die im Notfall eingesetzt werden können. Das sei aber nur möglich, weil zumindest in den Globushäusern einzelne Bereiche wie etwa die Textil Abteilung abgesperrt sind, weil die Ware nicht zur Grundversorgung dient. Viele Bereiche sind abgesperrt und dunkel, auf manch einen Kunden wirkt das befremdlich.

Supermärkte schützen Mitarbeiter
Audio [SR 3, Lisa Betzholz, 21.03.2020, Länge: 02:48 Min.]
Supermärkte schützen Mitarbeiter

Kontrollen im Edeka

In großen Warenhäusern wie Globus klappt auch das Abstand halten unter den Kunden ganz gut. In kleineren Supermärkten ist das schon schwieriger. Der Edeka-Markt Lonsdorfer in Saarbrücken trifft trotzdem Sicherheitsvorkehrungen. Seit Samstag wird es dort einen Sicherheitsdienst geben, der den Abstand an den Kassen kontrolliert und die Kunden darauf hinweist, dass der Sicherheitsabstand bitte eingehalten wird. So viel Kontakt wie nötig, so wenig wie möglich - ist auch hier die Devise. Deswegen hängen an den Kassen zusätzlich Schilder, die Kunden darum bitten, bargeldlos zu zahlen. Von verlängerten Öffnungszeiten, um die Kundenströme im Laden zu entzerren, sehen Edeka Lonsdorfer und zahlreiche weitere Supermärkte bisher aber noch ab.

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