Trierer Dom (Foto: Harald Tittel-dpa/Report)

Bistum Trier passt Pfarreienreform an

Oliver Buchholz   20.11.2020 | 15:05 Uhr

Das Bistum Trier hat einen neuen Zeitplan zur Reform der Pfarreien vorgelegt. Vor einem Jahr hat der Vatikan die ursprünglichen Pläne, aus bislang knapp 900 Pfarreien 35 zu machen, gestoppt. Stattdessen sollen nun 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien zusammengelegt werden.

In den kommenden fünf Jahren sollen nach Angaben des Bistums Trier die Pfarreien, die ohnehin bereits seit Jahren in 172 Pfarreiengemeinschaften zusammenarbeiten, freiwillig fusionieren. Auf dieser Ebene sollen dann Ressourcen wie Personal und Finanzen angesiedelt werden. Die ersten Gemeinden könnten diesen Schritt bereits ab dem 1. Januar 2022 vollziehen. Bis dahin will die Bistumsleitung Rahmenbedingungen klären und individuelle Pläne vor Ort erarbeiten.

Video [aktueller bericht, 20.11.2020, Länge: 3:28 Min.]
Trierer Bistumsreform startet zunächst auf freiwilliger Basis

"175 Pfarreien bis Ende 2025"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Simin Sadeghi /Oliver Buchholz, 20.11.2020, Länge: 04:04 Min.]
"175 Pfarreien bis Ende 2025"

Die Initiative Kirchengemeinde vor Ort und auch die Priestergemeinschaft, die in Rom gegen die bisherigen Pläne geklagt hatten, begrüßen das neue Vorgehen. Die Bedeutung der Pfarreien würde betont, indem Fusionen jetzt vor Ort geplant und nicht mehr von Trier zu einem einheitlichen Termin verordnet würden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.11.2020 berichtet.

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