Barry Gibb (Foto: dpa/ Joe Giddens)

Barry Gibb

  29.08.2021 | 18:00 Uhr

50 Jahre langen haben die "Bee Gees" die Popmusik mit geprägt. Das einzige noch lebende Mitglied der Band ist Barry Gibb und er feiert am 1. September seinen 75. Geburtstag. Wir feiern Barry Gibb deshalb als Künstler der Woche.

Mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern gehören die „Bee Gees“ zu den erfolgreichsten Bands der Welt: Barry, Maurice und Robin Gibb haben 50 Jahre lang das Gesicht der Popmusik geprägt. Die „Bee Gees“ haben sich in ihrer Laufbahn gleich mehrfach neu erfunden und erhielten alle wichtigen musikalischen Ehrungen, darunter mehrere „Grammy-Awards“ und die Aufnahme in die Rock’n’Roll - „Hall of fame“.

Der einzige noch lebende „Bee Gee“ Barry Gibb feiert am 1. September seinen 75. Geburtstag. Das ist der Anlass, ihn in dieser Woche bei SR 3 zum „Künstler der Woche“ zu machen. Seine Falsettstimme kennt jeder. Barry Gibb schrieb und sang mit den Bee Gees unzählige Welthits und war auch als Produzent sehr erfolgreich. Seine Stimme prägte die größten Hits der Bee Gees. Klassiker wie „Staying alive“ oder „Night fever“ wären ohne seinen Falsettgesang undenkbar.

Schon als Kind auf der Bühne

Schon als Kind trat Barry Gibb in den 50er-Jahren mit seinen Brüdern auf. Geboren am 1. September 1946 in Douglas auf der Isle of Man, lebte er mit seiner Familie einige Jahre im englischen Manchester, bevor die Familie nach Australien auswanderte. Für die musikalische Karriere der Söhne siedelte die Familie 1967 zurück nach Großbritannien. „Wir waren uns alle drei einig, dass wir um jeden Preis berühmt sein wollten“.

Noch im selben Jahr erscheint das Debütalbum „Bee Gees' 1st“ mit dem Megahit „To love somebody“. Der Grundstein für die Weltkarriere ist gelegt, doch der Ruhm hat Schattenseiten. Mit wachsendem Erfolg verschlechtert sich das private Verhältnis der Brüder.

1975 erfinden sich die "Bee Gees" neu

In den 70er Jahren kämpft das Trio mit Alkohol- und Drogenproblemen. Kommerziell geht es auch bergab. Das ändert sich, als sich die „Bee Gees“ 1975 neu erfinden. Ihr 13. Album „Main course“ enthält anders als frühere Produktionen Funk -, Soul - und R&B - Elemente. Die Hitsingles „Nights on Broadway“ und „Jive talkin'“ markieren nicht nur die Geburt von Barrys Falsettgesang, sondern sind auch Wegweiser für den Discosound. Mit ihrem Beitrag zum Soundtrack des Kultfilms „Saturday night fever“ werden die „Bee Gees“ zu Ikonen der Disco-Bewegung. In nur wenigen Wochen produzieren sie die drei Nummer-Eins-Hits „Stayin' alive“, „How deep is your love“ und „Night fever“, dazu „More than a woman“ und „If i can't have you“.

Anschließend zieht sich die Band für ein paar Jahre zurück. Die Brüder schreiben für andere Künstler.

Kreativ aktiv für andere Künstler

Ein gutes Händchen hat Barry Gibb auch als Produzent. Für Barbra Streisand schreibt und produziert er 1980 ihr erfolgreichstes Album „Guilty“ mit Evergreens wie „Woman in love“ oder dem Titelsong, einem Duett der Beiden. Ein bisschen was vom „Bee Gees -Stil ist stets erkennbar, etwa bei Dionne Warwicks „Heartbreaker“ oder Diana Ross' „Chain reaction“. Mehr als 1.000 Songs komponierte Barry Gibb mit seinen Brüdern, darunter 20 Nummer-Eins-Hits.

Barry Gibb heute

Und noch immer schreibt Barry Gibb neue Musik, wie er der „Zeit“ verriet, wenn auch nicht mehr ganz so häufig. „Oft wache ich mitten in der Nacht auf, weil mir ein Song durch den Kopf rauscht. Ein Aufnahmegerät liegt immer neben meinem Bett.“ Anfang des Jahres veröffentlichte Barry Gibb das Duett-Album „Greenfields“, auf dem er mit Stars wie Dolly Parton oder Keith Urban „Bee Gees“ - Songs im Countrystil gesungen hat.

Quelle: https://rp-online.de (lils/dpa)

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