Max Giesinger: "Vier" (Foto: BMG RIGHTS MANAGEMENT)

Max Giesinger: "Vier"

  05.12.2021 | 18:00 Uhr

Abschalten, ankommen, Neubeginn, eine Reise zu sich selbst und in die eigene Seele - all das sind die Themen auf Max Giesingers viertem Album. Unser CD-Tipp der Woche.


CD der Woche vom 06. bis 12. Dezember 2021


Max Giesinger: "Vier" (Foto: BMG RIGHTS MANAGEMENT)

Max Giesinger
"Vier"
BMG RIGHTS MANAGEMENT
LC 19813
EAN: 4050538720853
VÖ: 12.11.2021


Es liegt in der Natur von Reisen, dass sie irgendwann enden. Max Giesinger ging es genauso. Vor drei Jahren erschien das Album „Die Reise“, mit dem er durch die Gegend zog bis Corona kam. Nun wissen wir alle: Wenn etwas aufhört, beginnt etwas Neues. Und so kann man das aktuelle Album  „VIER“ sehen, sein viertes. Es handelt von einem Neubeginn, dem Ankommen bei sich selbst und einem Trip in die Untiefen der eigenen Seele.

Max war der Junge, der rennt, und er wäre auch 2020 nicht stehen geblieben. Er hätte auf Tour gehen sollen, nachdem er im Frühjahr von „Sing meinen Song“ aus Südafrika zurückkam. Dutzende von Konzerten, wieder Hunderttausende von Besuchern, wie in den Jahren zuvor. Stattdessen, Max allein auf seinem Sofa, an seinem Klavier, in seiner Küche im Hamburger Schanzenviertel, Max, der jahrelang nicht ernsthaft zum Lesen kam, allein mit Büchern.

Und dann merkte er, dass er die Außenwelt, in der er seit „The Voice of Germany“ vor zehn Jahren fast ausschließlich existierte, kein bisschen vermisste. Dafür hat er zu seiner eigenen Verblüffung im Lockdown festgestellt, was ihm tatsächlich gefehlt hat, das Gefühl für die eigenen Bedürfnisse und der Kompass für die Dinge, die er nicht braucht. Im Sommer 2020, als ihm keine Clubs, keine Bühnen, keine Showsofas zur Verfügung standen, schrieb Max Songs über Themen, die ihn schon lange beschäftigten.

„Irgendwann ist jetzt“ ist so ein Stück, eine Hymne der Eigenverantwortlichkeit. Oder „Deine Zweifel“ beschreibt, wie Max in seiner Kindheit geprägt worden ist, mit allen Ambivalenzen und widersprüchlichen Gefühlen. Dieser Blick nach innen hat Max Giesinger offener für seine eigenen Gefühle gemacht, offener für sein oft geleugnetes Bedürfnis nach Einsamkeit.

Aber er ist, während draußen die Welt stillstand, auch ein paar Mal in eine Hütte in der Eifel gefahren, zusammen mit den Jungs, mit denen zusammen er seit Jahren seine Stücke schreibt und hat dort die Demos für sein neues Album aufgenommen.

Er nennt das, was er in der Eifel und später im Herbst noch einmal in einem Dorf bei Hamburg gemacht hat, „Next Level - Themen“. Max war vor nicht allzu langer Zeit auf Bali, er saß pünktlich zum Sonnenuntergang in einem extrem angesagten Restaurant am Meer, und für diesen Moment war das der schönste Ort der Welt.

Was er aber auch sah, haufenweise Influencer*innen, die sich in der Kulisse inszenierten und fotografierten und nur auf ihre Handys starrten. Ihr seid überall, nur nicht hier, dachte er. Und dann wurde ihm klar, dass das auch zu oft in seinem Leben für ihn galt. Und wie gut ihm am Ende tat, dass Corona ihn aus dem Verkehr, aus seinem alten Leben gerissen hat. Dass er gemerkt hat: Er wird nicht vergessen, wenn er nicht ständig zu sehen ist.

Das also ist „Next Level - Max“. Das ist das Album „VIER“.

Quelle: Musik Promotion Network

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