James Taylor, American Standerd (Foto: Norman Seef)

James Taylor: “American Standard”

  22.03.2020 | 18:00 Uhr

"American Standard" hat seine Pluspunkte dort, wo hohe Lebensqualität, Genießen und US-amerikanisches Flair angesagt sind. Das ist die Musik einer prä-digitalen Ära. James Taylor kommt ja aus einer Zeit, in der es noch nicht mal Walkman und Kassette gab, und er versetzt uns in diese Zeit der handgemachten, analogen Aufnahmen zurück. Unser CD-Tipp der Woche.


CD der Woche vom 23. bis 28. März


James Taylor, American Standard (Foto: Norman Seef)

James Taylor
“American Standard”

UMI/ Concord Records
LC 15025
EAN: 0888072145733
VÖ: 28.02.2020


1968 erschien das Debüt des Singer/Songwriters. Verändert hat sich sein Stil über fast 30 Studioalben und sieben Live-Alben hinweg so gut wie gar nicht. Alles, was er anfasst, klingt nach der Marke James Taylor: nach seiner Stimme und seinem Erzähl-Stil. James Taylors englischsprachige Musik können auch Menschen verstehen, die nur ein bisschen Englisch können. Denn er singt langsam und betont und artikuliert sehr deutlich.

James Taylor trägt Songs aus alten Musicals und Tanz-Revues vor. Dazu kommen Filmmusik und populärer Vokal-Jazz. Obwohl Gitarre, Geige, Kontrabass, Flügelhorn, Klarinette, Saxophon, Trompete, Melodica, Hammond-Orgel, Schlagzeug und Bass beteiligt sind, klingt das Album 'unplugged'.  Schlicht und akustisch performt der 1948 Geborene die Songs von einst mit ruhiger Aura und folkigen Anklängen.

"American Standard" ist, wie wenn Folk-Ikone Woody Guthrie Broadway-Gassenhauer trällern würde: überraschend und mit unverwechselbarer Handschrift. Und obwohl "American Standard" komplett aus Coverversionen besteht, klingen die Songs so, als ob sie James Taylor selbst geschrieben hätte.

Quelle: www.laut.de (Autor: Philipp Kause)

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