CD-Cover: "Weihnachtsplatte" von Claudia Koreck (Foto: Honu Lani Records)

Claudia Koreck: "Weihnachtsplatte"

  02.12.2018 | 18:00 Uhr

Mit ihrer "Weihnachtsplatte" hat die 32-jährige Traunsteiner Singer-Songwriterin Claudia Koreck selbst einen lang gehegten Weihnachtstraum erfüllt: Zurückgezogen in eine kleine Stockholmer Hütte hat sie ihre ganz eigenen, erdigen und stimmungsvollen Winter-und Weihnachtssongs geschrieben. Unser CD-Tipp der Woche.


CD der Woche vom 03. bis 09. Dezember


CD-Cover: "Weihnachtsplatte" von Claudia Koreck (Foto: Honu Lani Records)

Claudia Koreck
"Weihnachtsplatte“

ELE / Honu Lani Records
LC 29624
EAN: 9705800135501
VÖ: 16.11.2018


Es war wohl nur eine Frage der Zeit. "Ich höre selber immer so gern Musik an Weihnachten", erzählt Claudia Koreck, die sich alle Jahre wieder auf den Dezember freut wie ein kleines Kind. Wenn es draußen kalt ist, die Menschen zusammenrücken, sich zuhören und Musik machen. Diese Sehnsucht nach der Wunsch-Weihnacht ist groß bei der 32-jährigen Traunsteiner Singer-Songwriterin. Und genau diese Sehnsucht wollte sie in Lieder fließen lassen. Lieder, die nicht überladen sind mit Blingbling, Lieder, die erdig, echt und emotional daherkommen: viel Folk, weitgehend akustisch.

Um die Songs für ihre "Weihnachtsplatte“ zu schreiben, hat sich Claudia Koreck für eine Woche mit Gitarre und Mandoline in eine kleine Hütte in der Nähe von Stockholm zurückgezogen. Abgeschieden von der Außenwelt, inmitten eines Naturschutzgebietes und ohne Internetempfang, so wollte sich Koreck Anfang 2018 in winterliche Stimmung versetzen.

Claudia Koreck lässt sie sich von Gefühlen und Erlebtem zu authentischen Songs inspirieren. Sie schreibt auf Englisch über Ruhe, Einsamkeit und das Vermissen des Liebsten ("Reindeers"), singt auf Bairisch gegen Entfremdung an ("Ruck ma olle wieder näher zam") und widmet ihrer Tochter ein Stück auf Hochdeutsch ("Wenn ich an Weihnachten denk"). Auf Englisch singt sie die einzige Cover-Version des Albums, das Hawaiianische Weihnachtslied "Mele Kalikimaka". Hier zeigt sich Claudia  Korecks Verbundenheit zu Hawaii, wo sie und ihr Mann, der Produzent Gunnar Graewert, regelmäßig Urlaub machen.

Wie sehr Claudia Koreck mit ihrer Songkunst berühren kann, offenbart das letzte Lied des Albums, "Weihnachten ohne di". Die Klavierballade ist eine Hommage an ihre zu früh gestorbene Großmutter.

Was den Sound betrifft, war der Künstlerin früh klar, wohin die Reise gehen sollte: "Ich wollte keine große Pop-Produktion", sagt Claudia Koreck. "Musikalisch ehrlich und erdig sollte es klingen, zeitlos folkig mit Americana-Elementen." Die Bandbreite der Stimmungen ist bewusst groß gehalten. "Es gibt so viele Gefühle an Weihnachten. Nicht nur Besinnlichkeit und Schwere." Einige Stücke tänzeln denn auch fröhlich treibend ("Mandolinenmo"), andere schmeicheln im Gewand herrlicher Oldies ("Christmas in our hearts"). Mal jault die Blues-Gitarre und Koreck gibt sich zum dezenten Saxofon der Sehnsucht hin ("Wo bleibt der Winter"), mal zeigt sie zu zarten Klavierklängen, wie intensiv sie die Schönheit der Melancholie besingen kann.

Die Aufnahmen fanden im Mai statt, nur wenige Monate nach ihrer kreativen Auszeit in Schweden. Um die Kollegen in Winterstimmung zu bringen, musste Claudia Koreck freilich ein bisschen tricksen. "Ich hab' das Studio weihnachtlich geschmückt, mit Kugeln und Sternen", erzählt sie. "Außerdem hab' ich einen Weihnachtspulli getragen. Das hat dann schon geklappt."

Mit dem Ergebnis ist die 32-Jährige sehr zufrieden, auch, weil damit ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen ist. "Die Platte klingt genau so, wie Weihnachten für mich ist."

Quelle: Musik Promotion Network


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