Gilbert O'Sullivan: “Driven” (Foto: BMG RIGHTS MANAGEMENT)

Gilbert O'Sullivan: “Driven”

Album der Woche

  07.08.2022 | 18:00 Uhr

Mit "Driven" veröffentlichte Gilbert O'Sullivan bereits sein zwanzigstes Studioalbum. Die Lieder sind geprägt von Aufrufen nach mehr Menschlichkeit und Mitgefühl. Unser Album der Woche.

Album der Woche vom 8. August bis 13. August

Gilbert O'Sullivan: “Driven” (Foto: BMG RIGHTS MANAGEMENT)

Gilbert O‘Sullivan
“Driven”
BMG RIGHTS MANAGEMENT
LC 19813
EAN: 4050538753349
VÖ: 22.07.2022


Fünfzig Jahre sind vergangen, seit der irische Singer/Songwriter Gilbert O'Sullivan mit „Alone again (naturally)“ sechs Wochen lang an der Spitze der US-Billboard-Charts stand. Sein aktuelles Studioalbum „Driven“ ist sein zwanzigstes. Bei den dreizehn Songs auf „Driven“ handelt es sich um sanfte Aufrufe an die Menschlichkeit. Er tut dies durch gutes Zureden und nicht durch predigende Anklagen. Diese sanfte Vorgehensweise hat Gilbert O’Sullivan schon bei seinem allerersten Hit „Nothing rhymed“ bevorzugt.

Die Songs aus „Driven“ speisen sich aus den Wahrheiten, die wir alle für uns definieren, unserem Bedürfnis nach Gemeinschaft und der Traurigkeit, die wir empfinden, wenn andere Menschen kein Mitgefühl aufbringen können. Inmitten der Ungewissheit der letzten zwei Corona - Jahre ertappte sich auch Gilbert häufig dabei, über einfachere Zeiten zu sinnieren.

Im Grunde ist „Driven“ ein nuanciertes Porträt eines Mannes, der seine eigenen Werte und sein Selbstverständnis in einer zunehmend chaotischen Welt bekräftigt. Gilbert O’Sullivan kann man nicht nur als Singer/Songwriter, sondern auch als Chansonnier betrachten. Lenny Kaye - Rockwissenschaftler und Gitarrist der Patti Smith Group – lobt ihn zum Beispiel für seine „kunstvoll konstruierten, lyrisch originellen Songs mit einem feinen Sinn für filigrane Details". Auf jeden Fall reicht Gilbert O'Sullivans Spannweite weit über die Parameter des Rock'n'Roll hinaus. Gilbert O'Sullivan selbst hält sich allerdings zurück, wenn es darum geht, seine eigenen Lieder zu analysieren.

Kehren wir zum Ausgangspunkt und ins Jahr 1972 zurück. Gilbert O'Sullivan vertraute damals dem Journalisten Tony Norman an, dass ihm sicher bald die Songs ausgehen werden. Fünfzig Jahre später sagt Gilbert O’Sullivan: „In gewisser Weise ist es einfacher geworden, weil man eine klarere Vorstellung davon hat, wer man ist. Und obwohl es schön ist, Hits zu haben, ist es doch die Freude am Songschreiben selbst, um die es geht. Etwas in einem Raum zu erschaffen, wo vorher nichts war. Etwas, das unabhängig von dir existiert. Vielleicht ist es sogar noch da, wenn du schon lange weg bist. Es ist für mich immer noch so erstaunlich wie beim ersten Mal."

Quelle: www.musik-promotion.net/

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