Dzsenifer Marozsán liegt nach einem Foul während des Auftaktspiels gegen China am Boden (Foto: imago images / Jan Huebner)

Marozsan fällt vorerst verletzt aus

mit Informationen der dpa   11.06.2019 | 14:44 Uhr

Die deutschen Fußball-Frauen müssen in der kompletten Vorrunde der Weltmeisterschaft in Frankreich - und möglicherweise noch darüber hinaus - auf Dzsenifer Marozsan verzichten. Die ehemalige Spielerin des 1. FC Saarbrücken verletzte sich beim Auftaktmatch gegen China.

Nach Angaben von Bundestrainerin Marina Voss-Tecklenburg brach sich die 27-Jährige beim Auftaktmatch gegen China direkt in der Anfangsphase des Spiels einen Zeh. Sie spielte damit noch 75 Minuten weiter, fällt jetzt aber für die Partien gegen Spanien und Südafrika aus.

"Das war natürlich ein Schock und wir mussten das alle erst mal verdauen", sagte Voss-Tecklenburg. Marozsan ist Spielmacherin im deutschen WM-Team, dort eine der Leistungsträgerinnen und gilt als eine der besten Fußballerinnen der Welt. "Dzseni kann man nicht ersetzen, weil sie besondere Eigenschaften und Fähigkeiten hat. Wir müssen das jetzt als Mannschaft kompensieren und unsere Spielweise dementsprechend anpassen", so Voss-Tecklenburg.

Keine Prognose für K.O.-Runde

Für Marozsan ist der Ausfall besonders bitter. Psychisch und physisch war die 27-Jährige, die im Vorjahr nach einer Lungenembolie "die schwierigste Zeit meines Lebens" durchgemacht hatte, wieder auf einem absoluten Höhenflug. Sie war voller Vorfreude nach Frankreich gereist: "Die WM ist für mich absolut was Besonderes", hatte die Spielerin von Champions-League-Sieger Olympique Lyon vor wenigen Tagen erklärt. "Ich spiele seit drei Jahren hier. Frankreich ist ein Stück Heimat für mich. Der Titel wäre natürlich ein Traum."

Wie es nach der Vorrunde weitergeht, konnte Bundestrainerin Voss-Tecklenburg noch nicht sagen. Zumal sich das DFB-Team erst noch für die K.o.-Runde qualifizieren muss. "Da wollen und können wir keine Prognose abgeben."

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 11.06.2019 berichtet.