Kontaktverfolgung (Foto: dpa | Marijan Murat)

Corona-Kontaktnachverfolgung bis Ende November verlängert

Roswitha Böhm   15.09.2021 | 13:07 Uhr

Die Corona-Kontaktnachverfolgung wird im Saarland bis Ende November verlängert. Mit Stimmen der CDU- und der SPD-Fraktion hat der Landtag eine entsprechende Änderung des saarländischen COVID-19-Maßnahmengesetzes beschlossen. Die Opposition wollte die Maßnahmen ganz abschaffen.

„Die Kontaktnachverfolgung war bisher ein maßgeblicher Baustein der Pandemiebekämpfung und muss es auch weiter sein“, sagt die CDU-Abgeordnete Dagmar Heib am Mittwoch im Landtag. Schließlich bestehe die pandemische Lage weiterhin fort. Mit den Stimmen der Großen Koalition wurde das Corona-Maßnahmenpaket deshalb bis zum 30. November verlängert.

Video [aktueller bericht, 15.09.2021, Länge: 2:50 Min.]
Corona-Kontaktnachverfolgung bis Ende November verlängert

AfD und Linke wollen Maßnahmen aufheben

AfD und Linke sehen das anders: Beide Fraktionen hatten beantragt, die Corona-Maßnahmen aufzuheben. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Josef Dörr begründete dies damit, dass viele Menschen im Saarland bereits mindestens einmal geimpft und die Krankenhausbelegung beherrschbar sei.

Die Linke fordert eine Orientierung an Dänemark. Dort waren die Corona-Beschränkungen aufgrund der hohen Impfquote aufgehoben worden. Oskar Lafontaine, Fraktionschef der Linken, hält den Impffortschritt auch im Saarland für weit genug.

Die Regierungsparteien lehnten die Anträge der AfD und der Linkspartei ab.

Falsches Signal für Impffortschritt

Laut dem Abgeordneten Rainer Zimmer von der SPD wäre eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen auch mit Blick auf die Impfbereitschaft der falsche Weg. Würden alle Maßnahmen abgeschafft, trage das nicht dazu bei, dass die Bevölkerung es für wichtig halte, sich impfen zu lassen.

Stand der Impfungen im Saarland

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 15.09.2021 berichtet.

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