Fußballer Stefan Schmidt kämpft um Gerechtigkeit (Foto: SR)

Krankenhaus muss für Behandlungsfehler an Fußballer zahlen

  21.11.2020 | 10:36 Uhr

Das Evangelische Krankenhaus in Saarbrücken muss einem Fußballspieler wegen eines Behandlungsfehlers Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen. Das hat das Landgericht Saarbrücken entschieden und dem Fußballer Recht gegeben.

Wie der 26-Jährige Stefan Schmidt dem SR bestätigte, soll er dem Urteil zufolge 100.000 Euro Schmerzensgeld erhalten. Außerdem muss der Träger des Evangelischen Krankenhauses oder dessen Versicherung zudem sämtliche Kosten von Prothesen und Behandlungen bezahlen, die die Krankenkasse nicht übernimmt.

Berufung noch möglich

Der Saarbrücker Fußballer hatte durch einen Routine-Eingriff nach einem Sportunfall seinen Unterschenkel verloren. Der 26-Jährige wirft mehreren Ärzten des Evangelischen Krankenhauses deshalb grobe Behandlungsfehler vor. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Schmidt steht inzwischen wieder auf dem Fußballplatz und spielt in der deutschen Amputierten-Nationalelf.

Das Krankenhaus kann gegen das Urteil noch in Berufung gehen.

Rückblick:
Die Geschichte von Stefan Schmidt:

Video [aktueller bericht, 13.07.2020, Länge: 4:53 Min.]
Fußballer Stefan Schmidt kämpft um Gerechtigkeit
Stefan Schmidt ist Fußballer und war früher beim FC St. Arnual aktiv. Durch seinen Sportunfall und die nachfolgende Amputation war das nicht mehr möglich. Seit langem kämpft er um die gerichtliche Anerkennung, dass die Amputation bei ihm vermeidbar gewesen wäre, wenn ihn die Ärzte nicht falsch behandelt hätten.

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