Streik der Busfahrer.  Demonstrationszug vom Saarbrücker Busdepot zum Sitz des Kommunalen Arbeitgeberverbandes in der Talstraße. (Foto: Becker & Bredel)

Busfahrer streiken weiter

  09.10.2019 | 11:59 Uhr

Im Tarifstreit bei den kommunalen Busbetrieben gibt es weiter keine Einigung. Die Streiks gehen weiter. Am Mittwochvormittag demonstrierten Hunderte Beschäftigte in Saarbrücken. Kommende Woche soll weiter verhandelt werden.

Busfahrer demonstrieren in Saarbrücken
Audio [SR 3, Karin Mayer / Sarah Sassou, 09.10.2019, Länge: 02:16 Min.]
Busfahrer demonstrieren in Saarbrücken

Nachdem bei den gestrigen Tarifverhandlungen keine Einigung erzielt wurde, haben am Vormittag rund 400 Beschäftigte der kommunalen Busbetriebe der kommunalen Busbetriebe demonstriert. Sie wollten damit den Druck im laufenden Tarifstreit erhöhen und auf ihre Forderungen aufmerksam machen.

Knackpunkt bleibt die Vertragslaufzeit

Mehrere Stunden saßen gestern die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband KAV am Verhandlungstisch, schafften es bis zum Abend aber nicht, sich zu einigen. Wie die KAV mitteilte, ist es unter anderem an der Laufzeit für die Anhebung der Entgelte gescheitert. Der Arbeitgeberverband hatte eine Laufzeit von fünf Jahren angeboten, die Gewerkschaft wollte eine Laufzeit von mehr als drei Jahren aber nicht überschreiten.

Die Tarifverhandlungen werden aber weitergeführt, darin sind die beiden Parteien übereingekommen. Am 14. Oktober wollen sie sich wieder zusammensetzen. Die Gewerkschaft gab bekannt, dass der Streik der Busfahrer weiter fortgesetzt wird. „Es ist weiterhin schwierig und die Kluft zu groß, um abschließen zu können. Wir kämpfen weiter für unsere Mitglieder und für die Zukunft des ÖPNV im Saarland“, sagt Christian Umlauf direkt nach den Verhandlungen in Neunkirchen.

750 Busfahrer im Streik

Seit zwei Wochen befinden sich laut Verdi rund 1000 Beschäftigte in einem Erzwingungsstreik, darunter 700 bis 750 Busfahrer. Die anderen seien Mitarbeiter in Verwaltungen, Leitstellen und Werkstätten. Verdi hatte für neue Busfahrer einen Einstiegslohn von 2800 Euro brutto im Monat gefordert sowie die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Die Arbeitgeberseite will die Anhebung zeitlich strecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren gefordert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.10.2019 berichtet.

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