Kampagne des Caritasverbands 'Jeder Mensch braucht ein Zuhause' (Foto: SR/Pasquale D'Angiolillo)

Caritas fordert bezahlbaren Wohnraum

  14.09.2018 | 12:16 Uhr

Mit einem aufgebauten Wohnzimmer auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken haben die saarländischen Caritasverbände am Freitag auf das Thema Wohnungsnot aufmerksam gemacht. Sie fordern, Wohnen dürfe nicht zum Luxusgut werden.

Video [aktueller bericht, 14.09.2018, ab Minute 21:03]
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Laut der Hans-Böckler-Stiftung fehlen in Saarbrücken mehr als 17.000 Wohnungen. Caritasdirektor Michael Groß sagt: "Wohnungsnot ist zu einer sozialen Wirklichkeit geworden." Zunehmend würden Familien, alte und einkommensschwache Menschen oder Studenten aus ihren Stadtvierteln verdrängt. Steigende Mieten beträfen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. "Das Problem hat längst die Mitte unserer Gesellschaft erreicht, hier liegt enormer sozialer Sprengstoff", mahnt Groß.

Oftmals sei das Haushaltseinkommen zu niedrig um die Miete einer am Markt angebotenen Wohnung zu bezahlen. Es müsse dafür gesorgt werden, dass in den Städten nicht nur hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen für Besserverdienende entstehen. In den letzten Jahren sei im Saarland kein neuer Wohnraum für Geringverdiener entstanden.

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