Logo: Globus Gruppe (Foto: Imago/Manfred Segerer)

Globus hat Real-Märkte im Blick

  20.02.2020 | 19:46 Uhr

Die saarländische Globus-Gruppe erwägt, einzelne Real-Supermärkte zu übernehmen. Das bestätigte ein Unternehmens-Sprecher dem SR. Allerdings komme nur eine begrenzte Anzahl an Standorten in Frage.

Wie geht es weiter mit den knapp 300 Real-Märkten in Deutschland? Nach dem Verkauf an eine russische Investoren-Gruppe wollen die neuen Besitzer nach unbestätigten Berichten nur einen kleinen Teil der Standorte selbst weiter betreiben und einen Großteil der Märkte an andere Händler weiterverkaufen. Hier könnte die Globus-Gruppe mit Sitz in St. Wendel ins Spiel kommen, die auf einige Märkte ein Auge geworfen hat.

Nur begrenzte Anzahl kommt in Frage

Zukunft der Saar-Märkte ungewiss
Real-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Der Verkauf der Real-Märkte an ein deutsch-russisches Konsortium sorgt bei den Beschäftigten der fünf saarländischen Filialen für Unruhe. Das wurde auch beim Gespräch mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) deutlich. Sie sicherte Unterstützung zu.

„Wir beobachten die Entwicklungen um Real sehr genau und haben für einige Standorte unser Interesse bekundet", sagte ein Globus-Sprecher. Man sei davon überzeugt, diese Standorte mit dem globuseigenen Konzept wiederbeleben und damit Arbeitsplätze sichern zu können. Allerdings komme für Globus nur eine begrenzte Anzahl an Standorten in Frage. "Gegenüber den ebenfalls interessierten Marktführern, die aufgrund ihrer Marktmacht große Standort-Pakete übernehmen könnten, befinden wir uns in einer schwächeren Ausgangsposition und müssen die nun anstehenden Gespräche abwarten", sagte der Sprecher.

Im Saarland gibt es mit Saarlouis, Bexbach, Homburg, Dudweiler und Saarbrücken fünf Real-Standorte mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern. Deren Zukunft ist derzeit noch völlig unklar.

Dieser Beitrag wird nicht mehr aktualisiert. Die neusten Entwicklungen erfahren sie in unserem aktuellen Beitrag zum Thema.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.02.2020 berichtet.

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