Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gehen in einem Freibad an einem Schild mit Verhaltensregeln vorbei. (Foto: picture alliance / dpa | Franziska Kraufmann)

Immer mehr Saar-Bäder brauchen Security-Dienste

Hannah Stumpf   04.08.2022 | 13:00 Uhr

Fast die Hälfte der saarländischen Freibäder setzt private Sicherheitskräfte ein. Viele Gemeinden berichten, dass die Stimmung in den Bädern aggressiver wird. Auch die Polizei muss öfter zu Einsätzen ins Freibad ausrücken.

Das Badpersonal wird angepöbelt und beleidigt. Badegäste haben kein Verständnis für die Regeln im Bad und werden aggressiv. Von solchen Erfahrungen berichten derzeit viele Freibäder im Saarland.

Problemfaktor Kosten

Friedrichsthal und Dillingen sahen sich nach solchen Vorfällen gezwungen, in dieser Badesaison einen Sicherheitsdienst einzuführen. Andere Bäder verlängern die Einsatzzeiten der Security. Für viele Kommunen ist das zusätzlich zu den gestiegenen Energiepreisen schwer zu bezahlen.

Friedrichsthal, Schmelz, Neunkirchen und Wiebelskirchen denken deswegen darüber nach, die Eintrittspreise zu erhöhen. Auch die Polizei wird immer wieder zu Einsätzen in Freibädern gerufen – häufig wegen Beleidigungen oder Behinderungen beim Parken. Genaue Zahlen erhebt die Polizei dazu nicht.

Video [aktueller bericht, 04.08.2022, Länge: 3:12 Min.]
Saar-Bäder engagieren vermehrt Security-Dienste

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 04.08.2022 berichtet.

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