Streik von Klinikmitarbeitern Mitte November (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres)

2,8 Prozent mehr Lohn und Corona-Prämie für Landesbeschäftigte

  29.11.2021 | 14:35 Uhr

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben sich Länder und Gewerkschaften geeinigt. Der Tarifabschluss sieht unter anderem 2,8 Prozent mehr Lohn ab Dezember kommenden Jahres und eine Corona-Prämie vor.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder sollen ab dem 1. Dezember kommenden Jahres 2,8 Prozent mehr Lohn erhalten. Darauf hat sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder mit dem Deutschen Beamtenbund (DBB) und der Gewerkschaft Verdi in der Nacht zum Montag geeinigt. Die Zulagen im Pflegebereich sollen erhöht werden.

1300 Euro Prämie

Außerdem soll spätestens im März eine Corona-Prämie in Höhe von 1300 Euro gezahlt werden. Für Auszubildende soll die Prämie 650 Euro betragen, außerdem soll ihre Vergütung genau wie die von Praktikanten und Studenten ab Dezember 2022 um 50 Euro angehoben werden, im Pflegebereich um 70 Euro. Der neue Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 24 Monaten haben.

Linn: „Das Machbare erreicht“

DBB-Landeschef Ewald Linn sieht in der Einigung einen tragfähigen Kompromiss, mit dem die Beschäftigten Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung haben. „Gleichzeitig konnten Verschlechterungen bei der Eingruppierung abgewehrt werden. Wir haben das Machbare erreicht.“

Verdi-Chef Frank Wernecke sagte, man sei mit der Gehaltssteigerung nicht vollends zufrieden. Eine starke Wirkung werde aber durch die Einmalzahlung von 1300 Euro entstehen. Landesgeschäftsführer Thomas Müller sagte dem SR, in so einer schwierigen Lage könne sich das Ergebnis sehen lassen. Was das reine Geld angeht, sei es ein ordentlicher Abschluss.

Im Saarland gilt der neue Tarifvertrag laut DBB für fast 50.000 Menschen, darunter 13.500 Tarifbeschäftigte des Landes sowie 18.000 Beamte und Richter des Landes und der Kommunen. Dazu kommen noch 18.000 Versorgungsempfänger, darunter Pensionäre, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.11.2021 berichtet.

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