Auspuff eines VW Golf 2.0 TDI (Foto: Silas Stein/dpa)

Schadenersatz für saarländische Dieselfahrerin

Barbara Spitzer   14.02.2020 | 15:43 Uhr

Im Diesel-Skandal hat das saarländische Oberlandesgericht (OLG) ein Urteil mit Signalwirkung gefällt. Die Richter verurteilten den Volkswagen-Konzern dazu, einer Dieselfahrerin wegen der Schummelsoftware 12.000 Euro Schadensersatz  zu zahlen.

Im Urteil heißt es, VW habe die Käuferin vorsätzlich getäuscht. Sowohl der Volkswagen-Konzern als auch die Klägerin haben Revision vor dem Bundesgerichtshofe angekündigt. Die Klägerin will den vollen Kaufpreis von 18.000 Euro erstattet haben.

Bislang hatte VW im Saarland ein Urteil des OLG mit einem Vergleich abgewendet. Derzeit sind im Saarland rund 800 Klagen wegen der Schummel-Software anhängig.

Video [aktueller bericht, 14.02.2020, Länge: 2:55 Min.]
OLG-Urteil im Dieselskandal


Mehr zum Thema:

tagesschau.de
Vergleich für VW-Dieselkunden geplatzt
VW hatte nach eigenen Angaben für Hunderttausende Kunden einen Vergleich von 830 Millionen Euro ausgehandelt. Jetzt sind die Verhandlungen geplatzt. Der Konzern gibt Verbraucherschützern die Schuld. Geld soll trotzdem fließen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.02.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja