Grenzschild zu Frankreich in Hanweiler (Foto: imago images/BeckerBredel)

Ganz Festland-Frankreich Risikogebiet

mit Informationen von Lisa Huth   15.10.2020 | 20:44 Uhr

Die Bundesregierung hat das gesamte französische Festlands-Gebiet zum Corona-Risikogebiet erklärt. Die Einstufung soll in der Nacht zum Samstag in Kraft treten.

Auch Grand Est Risikogebiet - welche Regeln gelten dort?
Audio [SR 3, Sabine Wachs, 16.10.2020, Länge: 01:19 Min.]
Auch Grand Est Risikogebiet - welche Regeln gelten dort?

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgte nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium. In Frankreich werden Korsika und das am Anfang der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Grenzgebiet Grand Est auf die Risikoliste gesetzt. 

Auch Grand Est jetzt Risikogebiet
Audio [SR 1, (c) Isabelle Tentrup, Sabine Wachs, 15.10.2020, Länge: 02:47 Min.]
Auch Grand Est jetzt Risikogebiet

Von den fünf Übersee-Departements ist ab Samstag nur noch die Insel Mayotte im Indischen Ozean "risikofrei". Frankreich hat mit mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erneut eine Höchstzahl gemeldet. Bei den französischen Gesundheitsbehörden wurden am Donnerstag 30.621 neue Fälle registriert. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 88 auf insgesamt 33.125 seit Beginn der Pandemie.

Keine Grenzschließung

Ein Kommentar von Paris-Korrespondent Marcel Wagner
Frankreichs Blick auf Deutschlands "Flickenteppich"

Für das Saarland wird es keine Grenzschließungen geben, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer dem SR mit. Das Saarland habe sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die saarländische 24-Stunden-Regelung in die Muster-Quarantäne-Verordnung des Bundes übernommen wird. Diese besagt, wer weniger als 24 Stunden ins Saarland einreist, der braucht nicht in Quarantäne. Umgekehrt können Saarländer bis zu 72 Stunden nach Grand Est reisen, ohne, dass sie ihrerseits in Quarantäne müssen.  Also: Einkaufen, zum Arzt,  zur Arbeit fahren oder zur Schule fahren, die Familie besuchen ist weiterhin möglich. Von französischer Seite gibt es bisher ebenfalls keine Restriktionen für Saarländer aus Risikogebieten, die nach Grand Est reisen.

Im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen wird in Frankreich der Gesundheitsnotstand von Samstag an wieder eingeführt. Seit dem Frühjahr verhängt das Land erstmals wieder Ausgangssperren. In Paris und acht weiteren Großstädten dürfen die Bürger ab dem Wochenende, zwischen 21.00 Uhr abends und 6.00 Uhr, das Haus nur noch in Ausnahmefällen verlassen.

Zu den neuen Risikogebieten zählen laut Robert Koch-Institut außerdem die gesamten Niederlande, Malta sowie Teile Italiens, Polens und Kroatiens.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 15.10.2020 berichtet.

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