leere Geldbeutel (Foto: (c) dpa)

Mehr arme Menschen im Saarland

Magnus Neuschwander   20.11.2020 | 12:28 Uhr

Der Anteil armer Menschen im Saarland ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die häufigste Ursache für Armut ist dabei der Verlust des Arbeitsplatzes. Auch bundesweit nimmt die Armut zu.

17 Prozent der Saarländer gelten nach Angaben des Armutsberichts des Paritätischen Gesamtverbands als arm. Das ist ein Prozentpunkt mehr als noch im Jahr 2018.

Die Armutsquote ist nach Angaben des Paritätischen Gesamtverbandes auch deutschlandweit gestiegen: Im Schnitt lag die Quote bei 15,9 Prozent und damit dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Das Saarland landet im Vergleich mit den anderen Bundesländern auf Rang neun, hinter Thüringen und vor Niedersachsen.

Verstärkt die Pandemie das Problem?

Auch der Sozialverband VdK im Saarland sieht den wachsenden Anteil armer Menschen mit Sorge. Die größte Ursache für Armut sei weiter der Verlust des Jobs. Der VdK warnt in diesem Zusammenhang auch vor den Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt.

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten definiert, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, ist nach Einschätzung des Sozialverbands von Armut betroffen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.11.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja