Eingang einer Arbeitsagentur (Foto: picture alliance / dpa | Stefan Sauer)

Arbeitslosigkeit im Saarland weiter zurückgegangen

Axel Wagner / Mit Informationen von Karin Mayer   30.11.2021 | 10:00 Uhr

Im November hat sich die Lage am saarländischen Arbeitsmarkt weiter entspannt. Die Arbeitslosenquote sank zum dritten Mal in Folge und liegt jetzt bei 6,1 Prozent. Allerdings gibt es mehr Anträge auf Kurzarbeit, und es bleibt offen, wie sich die steigenden Coronazahlen auswirken.

Weniger Arbeitslose als im Oktober, deutlich weniger als vor einem Jahr – die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Heidrun Schulz spricht von einem Erholungskurs. Es gibt über 10.700 offene Stellen, und die Zahl der Arbeitslosen liegt mit 32.471 (6,1 Prozent) quasi auf Vor-Corona-Niveau. Im Oktober hatte die Arbeitslosenquote noch bei 6,3 Prozent gelegen, im November 2020 sogar bei 7,1 Prozent.

Auch Unterbeschäftigung rückläufig

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden, lag im November bei 45.492. Das sind 5436 weniger als vor einem Jahr, ein Minus von 10,7 Prozent.

Die Unterbeschäftigungsquote liegt aktuell bei 8,4 Prozent. Im Oktober waren es noch 8,5 Prozent, im November vergangenen Jahres 9,3 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen sinkt den dritten Monat in Folge
Audio [SR 3, Karin Mayer, 30.11.2021, Länge: 03:05 Min.]
Zahl der Arbeitslosen sinkt den dritten Monat in Folge

Wohl mehr Kurzarbeit

Deutlich zugenommen hat nach Agentur-Angaben die Kurzarbeit. 70 Anzeigen sind im November eingegangen, 30 mehr als im Oktober. Für 6800 Beschäftigte war demnach Kurzarbeit beantragt, vor allem im Fahrzeugbau. Im Oktober waren es noch 2300.

Eine Anzeige für Kurzarbeit bedeutet allerdings nicht, dass die Betroffenen auch tatsächlich in Kurzarbeit sind bzw. waren. Dabei geht es vielmehr um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann nach Agentur-Angaben festgestellt werden, wie viel Kurzarbeit es tatsächlich gab.

Die aktuellsten Zahlen zeigen für August, dass 8400 Beschäftigte in 1500 Unternehmen in Kurzarbeit waren.

Kein klarer Ausblick

„Wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Wochen entwickeln wird, ist vorrangig vom Infektionsgeschehen abhängig und den daraus resultierenden Folgen für den Arbeitsmarkt“, so Schulz. „Des Weiteren könnten die Lieferschwierigkeiten in der Industrie und im Handwerk einen maßgeblichen Einfluss haben.“

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 30.11.2021 berichtet.

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