das Eberspächer-Unternehmen in Neunkirchen (Foto: Pressefoto)

IG Metall fürchtet um Zukunft von Eberspächer

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Axel Burmeister   15.05.2018 | 15:46 Uhr

Die IG Metall fürchtet um die Zukunft des Eberspächer Werks in Neunkirchen. Aus Sicht der Gewerkschaft fehlt es an Folgeaufträgen im Werk, daher befürchtet man in den kommenden ein bis zwei Jahren einen deutlichen Personalabbau, wenn die Unternehmensführung jetzt nicht einlenkt.

Lange war es ruhig um das Werk von Eberspächer in Neunkirchen. In den vergangen Jahren gab es beim Automobilzulieferer ein paar schmerzhafte Einschnitte, es wurde Personal abgebaut. Aber zuletzt lief alles sehr geräuschlos – zumindest nach außen hin. Seit Montag ist es damit vorbei: Die IG Metall geht in die Offensive.

Video [aktueller bericht, 15.05.2018, Länge: 2:23 Min.]
Krisenstimmung im Eberspächer-Werk Neunkirchen

„Eberspächer hat Zukunft“ – mit dieser Plakataktion macht die IG Metall derzeit in Neunkirchen auf die angespannte Situation aufmerksam. Man blase zwar noch nicht zur Attacke, so Jörg Kasper von der Gewerkschaft, man wolle aber die Mitarbeiter vorerst sensibilisieren und informieren.

Wie das Unternehmen dem SR mitteilte, habe man ein Beratungsunternehmen engagiert, um die Abläufe im Werk zu analysieren. Derzeit sei das Werk nicht in der Gewinnzone. Daher seien gewisse Einschnitte auch nicht zu vermeiden. Genaueres wird man wohl erst Ende Juni erfahren. Dann sollen Ergebnisse vorliegen.

Die IG Metall fordert unter anderem, dass bestimmte Produkte aus anderen Standorten des Unternehmens künftig in Neunkirchen gefertigt werden.

Angespannte Situation im Eberspächer-Werk in Neunkirchen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 15.05.2018, Länge: 00:32 Min.]
Angespannte Situation im Eberspächer-Werk in Neunkirchen

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Region am Nachmittag vom 15.05.2018 berichtet.

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