Warnstreik des Deutschen Beamtenbundes (dbb) in Saarbrücken (Foto: Karin Mayer/SR)

Warnstreik im öffentlichen Dienst

Karin Mayer   14.10.2021 | 18:19 Uhr

Der Deutsche Beamtenbund hat am Donnerstag rund 30 Beschäftigte des Landesbetriebs für Straßenbau für heute in den Warnstreik gerufen. Die Gewerkschaft wollte damit ein Signal an den Arbeitgeber senden. Denn nach der ersten Verhandlungsrunde ist klar: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben völlig unterschiedliche Vorstellungen.

Mehr Geld für Klinikpersonal, für die Polizei, für die Beschäftigten im Straßenbau und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder – das wollen die Gewerkschaften Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB). Die Lohnsteigerung soll über der Inflationsrate liegen und dauerhaft die Situation der Beschäftigten verbessern.

Warnstreik im öffentlichen Dienst
Audio [SR 3, Karin Mayer, 14.10.2021, Länge: 03:27 Min.]
Warnstreik im öffentlichen Dienst

Heftige Auseinandersetzungen

Die Tarifgemeinschaft der Länder will stattdessen über die Eingruppierung sprechen. Dass Menschen in eine höhere Lohngruppe kommen, auch wenn sie nur teilweise solche Tätigkeiten ausüben, das möchten die Arbeitgeber per Tarifvertrag ausschließen.

Warnstreik beim Landesbetrieb für Straßenbau

Für Donnerstag hatte der DBB rund 30 Beschäftigte des Landesbetriebs für Straßenbau in den ganztägigen Warnstreik gerufen. Der DBB-Landesvorsitzende Ewald Linn sprach von einem Auftakt und kündigte eine ganze Reihe von Aktionen an.

Am Vormittag hat eine Kundgebung beim Landesbetrieb für Straßenbau stattgefunden. Dort sprachen der Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft VDSTra und der Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes zu den Beschäftigten. Verdi beteiligte sich an dieser Aktion nicht, sondern plant eigene Aktionen.

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr für die Tarifbeschäftigten der Länder, mindestens aber 150 Euro pro Monat. Für Pflegekräfte mindestens 300 Euro mehr. Im Saarland sind von der Tarifrunde bis zu 30.000 Beschäftigte und Beamte betroffen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.10.2021.

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