Über Greta Thunberg, Dieter Nuhr und die Grenzen der Satire

Über Greta Thunberg, Dieter Nuhr und die Grenzen der Satire

Ein Gespräch mit Tim Wolff, Ex-Chefredakteur der Frankfurter Satire-Zeitschrift "Titanic"

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   04.10.2019 | 08:45 Uhr

Der Buntstift-Lutscher bei "Wetten Dass...?", allerhand Schabernack über Helmut Kohl, der als Birne verspottet wurde, und natürlich die Zonengabi mit ihrer Gurke in der Hand, dazu der Satz: "Meine erste Banane"... Die Zeitschrift "Titanic" hat mit ihrem Bestreben, die Grenzen des guten Geschmacks immer wieder neu auszuloten, Satire-Geschichte in Deutschland geschrieben.

Darf Satire alles?

Doch darf man sich auch über Greta Thunberg lustig machen? Diese Frage wird nach einem Dieter-Nuhr-Auftritt im Ersten wieder ernsthaft diskutiert. "Natürlich kann man über alles Witze machen", meint Tim Wolff, Ex-Chefredakteur bei Titanic, im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. Über den auf dem Fuß folgenden Shitstorm brauche sich Nuhr aber nicht zu wundern, so Wolff.


Hintergrund:

Zwischen Zonengabi und Birne 40 Jahre Titanic
Ausstellung im Caricatura Museum, Frankfurt am Main
Das Caricatura Museum in Frankfurt zeigt bis zum 2. Februar 2020 eine Ausstellung über vier Jahrzehnte "Titanic". Das Satiremagazin schrammte trotz oder gerade wegen seiner konsequenten Respektlosigkeit immer wieder knapp am finanziellen Untergang vorbei - der hohen Prozesskosten wegen. Denn die Frankfurter Satiriker machten sich über fast alles und jeden lustig - beispielsweise über Kanzler Kohl, DDR-Bürger kurz nach der Wende und sogar über den Papst.


Mehr über die "Titanic"-Macher:

ZeitZeichen: 2. August 2004
Die Gründung des Satireprojekts "Die PARTEI"
Und noch ein Jubiläum: 15 Jahre ihres Bestehens konnte vor wenigen Wochen auch "Die Partei" feiern. Der politische Arm der Titanic-Redaktion wurde 2004 von Redakteuren des Satire-Magazins gegründet. Mehr darüber hörten Sie im SR 2-ZeitZeichen vom 1. August 2019.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 04.10.2019 auf SR KulturRadio.

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