Ralph Rouget  (Foto: Imago/BeckerBredel)

Persönliche Anfeindungen Grund für Rougets Rücktritt

  27.06.2021 | 16:00 Uhr

Der Ex-Co-Landesvorsitzende der Grünen im Saarland, Ralph Rouget, hat sich erstmals zu den Gründen für seinen Rücktritt geäußert. Es habe persönliche Angriffe und Anfeindungen gegen ihn gegeben, vor allem aus inneren Kreisen der Partei. Rouget war wenige Tage nach seiner Wahl zum Co-Landesvorsitzenden zurückgetreten.

Seit seiner Wahl sei er Ziel von persönlichen Angriffen und Anfeindungen geworden – vor allem aus dem inneren Kreis seiner Partei, begründete Grünen-Politiker Ralph Rouget seinen Rücktritt vom Amt des Ko-Landesvorsitzenden in einer Erklärung, die dem SR vorliegt. Unterstellungen und üble Nachrede in den sozialen Netzwerken hätten an Schärfe zugenommen.

Diskussion um Landesliste zur Bundestagswahl

Er habe das Amt angetreten, weil er überzeugt gewesen sei, seine Vorstellungen und Ideen im neuen Landesvorstand umsetzen zu können, so Rouget. Bereits auf dem Parteitag sei ihm bewusst geworden, wie tief die Gräben bei den Saar-Grünen seien.

Zudem sei der Landesparteitag überschattet gewesen von der Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl. Im Nachgang habe es im Landesvorstand unterschiedliche Auffassungen gegeben, wie der Parteitag aufgearbeitet werden soll. Eine Bereitschaft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, sei nicht zu erkennen gewesen. Rouget betonte,  sein Rücktritt habe nichts mit dem Verhältnis zur Co-Vorsitzenden Barbara Meyer-Gluche zu tun.

Rücktritte und Rückzüge

Neben Ralph Rouget ist am Freitag auch die neu gewählte Beisitzerin Ute Kirchhoff zurückgetreten. Die Kandidatin für den zweiten Platz auf der Bundestagswahlliste, Irina Gaydukova, ist nach SR-Informationen sogar aus der Partei ausgetreten. Auch die Kandidatin auf Listenplatz drei, Astrid Hilt, soll zurückgezogen haben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.06.2021 berichtet.

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