Reiner Haseloff, CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und seine Ehefrau Gabriele. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Frank May)

Deutlicher Sieg der CDU in Sachsen-Anhalt

  06.06.2021 | 21:51 Uhr

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff ist der große Gewinner der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Saar-Ministerpräsident Hans gratulierte zu einem "bärenstarken Ergebnis". Es sei Haseloff gelungen, die AfD in die Schranken zu weisen.

Die CDU hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen und die AfD weit hinter sich gelassen. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge stimmten am Sonntag in Sachsen-Anhalt 37,1 Prozent der Wähler für die CDU, 20,8 Prozent für die AfD. Für die Linken stimmten 11, für die SPD 8,4, für die FDP 6,4 und die Grünen 5,9 Prozent.

Video [aktueller bericht, 07.06.2021, Länge: 4:15 Min.]
Saar-Politik zu Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans schrieb nach dem Wahlerfolg seines CDU-Partei- und Amtskollegen auf Twitter: "Glückwunsch an meinen Kollegen @MP_Haseloff. Mit seiner @cdulsa hat er ein bärenstarkes Ergebnis erreicht. Gut dass er es geschafft hat, durch klare Abgrenzung die AfD in die Schranken zu weisen, auch wenn über 20 Prozent noch immer zu viel sind."

AfD mit Verlusten

Im Vergleich zu 2016 schnitt die AfD schwächer ab. Damals war sie auf Anhieb auf 24,3 Prozent gekommen. Bei der Linkspartei setzt sich der Abwärtstrend auch bei dieser Wahl fort. Die einstige Ost-Partei verliert in Sachsen-Anhalt weiter an Boden und kommt noch auf elf Prozent. Zum Vergleich: 2011 lag die Linke noch bei 23,7 Prozent, 2016 waren es nur noch 16,3.

SPD nur noch einstellig

Die SPD kann einen erneuten drastischen Absturz wie 2016 verhindern, aber wird jetzt einstellig. Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht die Sozialdemokraten bei 8,4 Prozent und damit noch einmal schwächer als vor fünf Jahren, als sie mit 10,6 Prozent knapp zweistellig geblieben war.

Die Grünen können zulegen und kommen auf 5,9 Prozent. Das ist verglichen mit dem Umfrage-Höhenflug im Bund zwar schwach, aber in den ostdeutschen Bundesländern tun sich die Grünen weiterhin schwer.

Zu den Gewinnern der Wahl gehört auch die FDP. Nach zehn Jahren als außerparlamentarische Opposition zieht die Partei wieder in den Landtag in Magdeburg ein. Mit 6,4 Prozent schafft sie den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, 2016 war sie noch hauchdünn gescheitert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.06.2021 berichtet.

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