Teilnehmer einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael)

"Exodus von Medienschaffenden"

Ein Gespräch mit Juliane Matthey von "Reporter ohne Grenzen" über den aktuellen Jahresbericht und darüber, wie es in Zeiten des Krieges um die Pressefreiheit bestellt ist

Johannes Kloth. Onlinefassung: Saskia Bommer  

Heute ist der "Internationale Tag der Pressefreiheit". An diesem Tag stellen "Reporter ohne Grenzen" ihren Jahresbericht vor - mit einer Rangliste, wie es um die Pressefreiheit in verschiedenen Ländern der Welt bestellt ist. SR-Moderator Johannes Kloth im Gespräch mit Juliane Matthey von "Reporter ohne Grenzen".

In dem von "Reporter ohne Grenzen" verfassten Jahresbericht wurde die Methode für die Rangliste, wie es um die Pressefreiheit in den Ländern steht, angepasst, um die Medienrealitäten besser darzustellen, berichtet Juliane Matthey.

"GEWALTTÄTIGE ÜBERGRIFFE NEHMEN ZU"

Erschreckend sei für sie, dass so viele Länder wie nie zuvor die am schlechtesten bewertete Kategorie der Pressefreiheit erhalten haben, u. a. Länder wie Myanmar oder der Iran. Auch in Deutschland haben gewalttätige Übergriffe gerade während der Corona-Demonstrationen zugenommen, so Matthey von "Reporter ohne Grenzen".

"Exodus von Medienschaffenden"
Audio [SR 2, Johannes Kloth, 03.05.2022, Länge: 05:23 Min.]
"Exodus von Medienschaffenden"

Die Lage der Pressefreiheit in Russland, so Juliane Matthey, hat sich seit dem Angriff auf die Ukraine, aber auch schon in den Jahren zuvor "kontinuierlich verschlechtert". Unabhängige Berichterstattung sei aus ihrer Sicht kaum noch möglich, da Journalisten und Journalistinnen in Russland permanent mit einem Bein im Gefängnis stehen. Es findet gerade ein "Exodus von Medienschaffenden" in Russland statt, erklärt Matthey.

Das Audiobild zeigt Juliane Matthey von "Reporter ohne Grenzen" (Foto: RSF / Jule Halsinger).

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 03.05.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Teilnehmer einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael).

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