Im Museum Frieder Burda wird ein Teil des Werks „Baden-Baden Satellite Reef“ gezeigt, das aus gehäkelten Korallen besteht. Dieses ist Teil der Ausstellung "Wert und Wandel der Korallen", die vom 29.01.2022 bis zum 26.06.2022 gezeigt wird. Es ist ein Projekt der Künstlerschwestern Margaret und Christine Wertheim (Foto: picture alliance/dpa | Uli Deck)

Häkelkunst zum Schutz der Weltmeere

Ein Gespräch mit Henning Schaper, dem Leiter des Museums Frieder Burda in Baden-Baden, zur Ausstellung "Wert und Wandel der Korallen"

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   16.03.2022 | 08:45 Uhr

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt bis zum 26. Juni Woll-Korallen, die Hobbykünstlerinnen und -künstler aus aller Welt gehäkelt haben. Die Idee zur Ausstellung stammt von zwei Schwestern aus Australien. Ein Interview mit Museumsleiter Henning Schaper.

Trommeln für den Weltfrieden, Meditieren für die Freiheit - ein vertrautes Muster im Grenzbereich von Kunst und Aktion. Aber Häkeln für die Weltmeere - die Idee war neu. Sie stammt von den beiden australischen Künstlerinnen Margaret und Christine Wertheim, die damit Menschen weltweit inspirierten.

40.000 Kunstwerke eingegangen

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt bis zum 26. Juni 2022 solche Korallen aus Wolle - sehr zur Freude von Museumsleiter Henning Schaper. Denn welche "unglaublich farbenprächtige Unterwasserwelt" aus den über 40.000 Einsendungen im Museum ausgewählt worden sei und nun präsentiert werde, hätten sich noch nicht einmal die Geschwister Wertheim vorgestellt, sagte Schaper im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger.

Australien legt Korallen-Schutzprogramm auf

Bemerkenswert finde er, dass die australische Regierung just zum Eröffnungstag der Ausstellung am 29. Januar 2022 ein milliardenschweres Programm zur Rettung des Great Barrierer Reefs vorgestellt habe, dem größten Korallenriff der Welt.


Im Interview: Museumsleiter Henning Scharper
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 16.03.2022, Länge: 04:16 Min.]
Im Interview: Museumsleiter Henning Scharper

Das Audio-Foto zeigt eine gehäkelte Koralle CCR-PR-7 von Margaret und Christine Wertheim und dem Institute For Figuring aus der Schau "Pod World – Plastic Fantastic" auf der Biennale von Venedig 2019 unter dem Motto "May You Live In Interesting Times". Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden hatte damals für die für 2022 geplante Ausstellung dazu aufgerufen, Korallen zu häkeln (picture alliance/dpa/Museum Frieder Burda | Francesco Galli Viterbo).


Die Ausstellung

Margaret und Christine Wertheim:
Wert und Wandel der Korallen

29. Januar bis 26. Juni 2022

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8B
76530 Baden-Baden
Fon: 07221 / 398980
E-Mail: office@museum-frieder-burda.de
Im Netz: https://www.museum-frieder-burda.de

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
An allen Feiertagen geöffnet. Für den Museumsbesuch gilt 3G plus FFP2-Maske.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 15.03.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben aus dem Museum Frieder Burda. Dort wird ein Teil des Werks "Baden-Baden Satellite Reef" gezeigt, das aus gehäkelten Korallen besteht. Dieses ist Teil der Ausstellung "Wert und Wandel der Korallen", die vom 29.01.2022 bis zum 26.06.2022 gezeigt wird. Es ist ein Projekt der Künstlerschwestern Margaret und Christine Wertheim (Foto: picture alliance/dpa | Uli Deck).

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