14. März 2022: Barrikaden blockieren teilweise eine Straße in der Abenddämmerung in Kiew (Foto: picture alliance/dpa/AP | Felipe Dana)

Die "Bundesrepublik Ukraine" als Schlüssel zum Frieden?

Ein Interview mit dem Historiker Prof. Michael Wolffsohn über Lösungen für den Krieg in der Ukraine

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   15.03.2022 | 15:00 Uhr

Für den Historiker Prof. Michael Wolffsohn könnte die Schaffung einer "Bundesrepublik Ukraine" den Krieg beenden. Als Beispiele für erfolgreich existierende Staaten mit einer solchen Struktur nannte er im SR-Interview die USA oder die Schweiz.

Der Historiker und Publizist Prof. Michael Wolffsohn hatte schon 2015 in seinem Buch "Zum Weltfrieden – Ein politischer Entwurf" den Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine als potenzielle Option der Putinschen Geopolitik vorausgesehen.

Gesichtswahrender Frieden möglich?

Im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit fordert er ein Umdenken im politischen Diskurs - und zwar in Richtung einer "Bundesrepublik Ukraine". Denn seiner Einschätzung nach könnte eine föderale Struktur des Landes eine Möglichkeit sein, gesichtswahrend den Krieg zu beenden.

Selenskyj offen für Idee?

Als Beispiele für erfolgreich existierende Staaten mit einer solchen Struktur nannte er die Vereinigten Staaten von Amerika oder die Schweiz. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scheine so einem Modell nicht grundsätzlich feindlich gegenüber zu stehen, gab Wolffsohn zu bedenken.


Im Interview: Prof. Dr. Michael Wolffsohn
Audio [SR 2, Jochen Marmit, 15.03.2022, Länge: 14:30 Min.]
Im Interview: Prof. Dr. Michael Wolffsohn

Das Audio-Bild zeigt den Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn (Foto: IMAGO / xUwexKoch / xEibner-Pressefotox EP_ukh).


Hintergrund:

tagesschau.de
Liveblog zum Krieg in der Ukraine
Der russische Angriff auf die Ukraine hält die Welt in Atem. Informationen zur aktuellen Lage hier im Liveblog von tagesschau.de


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 15.03.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben vom 14. März 2022 zeigt Barrikaden auf einer Straße in der Abenddämmerung bei Kiew (Foto: picture alliance/dpa/AP | Felipe Dana).

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