EIne Muschel liegt am Strand (Foto: pixabay/analogicus)

"Wir stecken in einer ganz massiven Biodiversitätskrise"

Ein Gespräch mit dem Meeresbiologen Ralf Sonntag vom WorldFutureCouncil zum UN-Rahmenabkommen Biodiversität

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   15.03.2022 | 08:45 Uhr

Der Meeresbiologe Ralf Sonntag vom WorldFutureCouncil hat anlässlich der aktuellen UN-Konferenz zum Thema Biodiversität gefordert, 30 Prozent der Land- und Meeresflächen weltweit unter Schutz zu stellen. Ein Interview.

Der Schutz der biologischen Vielfalt liegt schwer im Argen, meint der Meeresbiologe Ralf Sonntag, ein "NGO-Observer" für den WorldFutureCouncil.

30 Prozent der Flächen unter Schutz stellen

Anlässlich der Verhandlungen zum UN-Rahmenabkommen Biodiversität in Genf hat Sonntag im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger gemahnt, endlich "mehr zu tun". Seiner Einschätzung nach müssten 30 Prozent der Land- und Meeresflächen weltweit unter Schutz gestellt werden, denn die Welt stecke "in einer ganz massiven Biodiversitätskrise". Eine Million Arten wären aktuell gefährdet, große Ökosysteme seien am Verschwinden - vom Regenwald bis zum Korallenriff.

"Einmalige Chance für die Menschheit"

Auf dem Genfer UN-Treffen bestehe nun "eine einmalige Chance für die Menschheit, hier tatsächlich Fortschritte zu erreichen", sagte Sonntag. Dafür müsse aber "noch mehr passieren". So würde beispielsweise das Geld, was für die "unsägliche Rüstungspolitik" ausgegeben werde, viel dringender für die Biodiversität gebraucht.


Im Interview: Ralf Sonntag
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 15.03.2022, Länge: 04:31 Min.]
Im Interview: Ralf Sonntag


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 15.03.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eIne Muschel an einem Strand (Foto: pixabay/analogicus).

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