8. März 2022: Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes bietet in der Stadt Mariupol, Ukraine, Hilfe an (Foto: picture alliance/dpa/AP | Evgeniy Maloletka)

Ilija Trojanow will Russen "jenseits der Propaganda" informieren

Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Ilija Trojanow über die Idee hinter der Aktion #SkipPutin

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   09.03.2022 | 08:45 Uhr

Mit 71 Prozent unterstützt eine deutliche Mehrheit der Menschen in Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine - jedenfalls nach einer offiziellen Erhebung der Regierung in Moskau.

Über Kriegsverbrechen aufklären

Wie viele seiner russischen Kolleginnen und Kollegen stellt sich auch der Schriftsteller, Verleger und Übersetzer Ilija Trojanow allerdings gegen das "Regime Putin": Unter dem Hashtag #SkipPutin unterstützt er den Aufruf, Familienangehörige oder Freunde in Russland aktiv über Wladimir Putins Angriffskrieg und Kriegsverbrechen "jenseits der im Moment eskalierenden Propaganda" zu informieren.

Für Sturz von Putin

"Das Regime kann es nicht ertragen, dass in Frage gestellt wird, was es als die alleinige Wahrheit verkündet", erklärte Trojanow im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue seinen Standpunkt. Generell ist er davon überzeugt, dass es keine Lösung für den Ukraine-Konflikt geben werde, wenn die Regierung Putin "nicht irgendwann mal gestürzt" werde.


Im Interview: Ilija Trojanow
Audio [SR 2, Katrin Aue, 09.03.2022, Länge: 04:23 Min.]
Im Interview: Ilija Trojanow

Das Audio-Bild zeigt Ilija Trojanow (Pressefoto: Thomas Dorn/S. Fischer Verlag).


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Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" am 09.03.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der Stadt Mariupol, Ukraine (Foto: picture alliance/dpa/AP | Evgeniy Maloletka).

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